Ausstieg aus der Kernenergie verursacht horrende Stromkosten

Ausstieg aus der Kernenergie

Der Verzicht auf Kernkraft sorgt nachweislich für steigende Strompreise in Deutschland.

Der schnellere Ausstieg aus der Kernenergie sorgt in Deutschland für steigende Strompreise. Nach einem dem Handelsblatt vorliegenden Bericht wird der Atomausstieg zusätzliche Stromkosten in Höhe von 2,6 Milliarden Euro verursachen. Das hat der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), der für rund 80 Prozent des Energieeinsatzes der deutschen Industrie steht, ermittelt. Für den Vergleich wurden die entsprechenden Daten zum Ausstieg aus der Kernenergie in Großbritannien und Skandinavien herangezogen.

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Ausstieg aus der Kernkraft – 2,6 Milliarden Euro Mehrkosten

Vergleicht man die Preisentwicklung in der Bundesrepublik mit der Erfahrung von Großbritannien und Skandinavien, ergeben sich Mehrkosten in Höhe von 2,6 Milliarden Euro im Jahr. Sowohl im Binnenmarkt als auch in den Vergleichsländern gab es vor der frühzeitigen Abschaltung der acht Kernkraftwerke im März 2011 eine sehr starke Korrelation. Seitdem sind die Strompreise in Deutschland jedoch im Vergleich zu Großbritannien um vier Euro und im Vergleich zu Skandinavien sogar um sechs Euro pro Megawattstunde angestiegen. Aus den vom VIK errechneten 2,6 Milliarden Euro im Jahr gehen dabei 1,1 Milliarden Euro auf das Konto der Industrie. Aber auch für den Privatverbraucher bringt der Ausstieg aus der Kernenergie höhere Strompreise mit sich. Laut VIK-Hauptgeschäftsführerin Annette Loske sei somit die These widerlegt, dass die Strompreise in Deutschland vom Atomausstieg nicht berührt würden.

 

Strompreise: Weiterer Preisanstieg erwartet

Nach Ansicht der Branche sind in naher Zukunft weitere Preissteigerungen zu erwarten. Jeder Bereich der Energiewende habe preistreibende Effekte zur Folge, so Hildegard Müller, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), gegenüber dem Handelsblatt. Die Bürger würden den Ausstieg aus der Kernenergie noch viele Jahre finanziell verantworten müssen.

 

Mit Material von Handelsblatt

Bild © kameramann – Fotolia.com

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