Handy-Tipp: So geht Bezahlen mit dem Handy

Wo kann ich mit dem Handy bezahlen?

Mobiles Bezahlen: Handy statt Bargeld

Statt Bargeld wird das Smartphone an der Kasse gezückt: Mobiles Bezahlen könnte unsere Gewohnheiten beim Einkaufen auf den Kopf stellen. Verbraucher benötigen eigentlich nur eine App mit Bankzugriff und ein NFC-fähiges Smartphone. Wir zeigen, wie das Bezahlen mit dem Smartphone funktioniert, informieren rund um das Thema Sicherheit und App-Anbieter – und erklären, warum sich die Zahlmethode noch nicht durchgesetzt hat.

Smartphone mit NFC: Bezahlen per Funk

Fast alle neuen Smartphones verfügen über einen eingebauten NFC-Chip. Dahinter steckt die Funktechnik NFC („Near Field Communication”). Diese ist mittlerweile auch in vielen Zahlterminals an Kassen – vor allem im Lebensmittelhandel oder an Tankstellen – integriert. Wird das Smartphone nah an die Zahlstation gehalten, lassen sich die Zahldaten per Funk kontaktlos übertragen.
Wie lässt sich die NFC-Funktion beim Smartphone aktivieren? Über die Geräte-Einstellungen, gewöhnlich im Bereich „Drahtlos & Netzwerke“.

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Bezahl-Apps mit Bankzugriff nutzen

Wer mit dem Handy zahlen möchte, braucht eine Bezahl-App, die mit dem eigenen Girokonto oder einer Kreditkarte verknüpft ist. Die meisten Apps können im App-Store kostenlos heruntergeladen werden – allerdings meist nur für Android-Smartphones. Der Hintergrund: Apple blockiert die Nutzung auf dem iPhone.

Wichtig: Die richtige App finden

Das Angebot ist vielfältig: In der App-Stores finden sich viele unabhängige Dienste. Zudem gibt es etwa Angebote großer Zahl- bzw. Bonusdienste wie Paypal oder Payback. Außerdem bieten einige Banken Apps zum mobilen Bezahlen an (Paydirekt, Deutsche Bank Mobile, ab Mitte 2018 Sparkassen-App). Apple Pay, Samsung Pay und Google Pay sind die drei großen internationalen Anbieter – die allerdings hierzulande noch nicht am Markt sind.

Drei Tipps:

  • Es gibt Apps, die die getätigten Ausgaben nach dem Bezahlen wie in einem Haushaltsbuch auflisten (zum Beispiel die App „Seqr“). Wer gerne den Überblick behält, ist hier richtig!
  • Einige Apps funktionieren auf Guthabenbasis: Kunden laden in der App ihr Guthaben auf und verbrauchen es wie bei einer Prepaid-Karte (zum Beispiel die App „boon“ oder „Number26“).
  • Verbraucher sollten Verfügbarkeiten prüfen: Einige Apps sind auf die Nutzung von bestimmten Kreditkarten beschränkt.

Wie sicher ist mobiles Bezahlen?

Der Datenaustausch beim Bezahlen findet nur in einem räumlichen Korridor von wenigen Zentimetern statt. Das macht den Bezahlvorgang mit dem Smartphone zu einer verhältnismäßig sicheren Zahlmethode. Meist wird bei Rechnungen ab 25 Euro eine Sicherheitsabfrage verlangt: Dann muss der PIN-Code eingegeben oder ein Fingerabdruckscan vorgenommen werden.

Nur Wenige nutzen Mobile Payment

Durch den kleinteiligen Markt und die vielfältigen Angebote fehlen dem mobilen Bezahlen die Standards: Es hat sich noch kein Anbieter oder eine bestimmte Technologie durchgesetzt. Das sorgt bei vielen Verbrauchern für Verunsicherung – die sich an den bisher niedrigen Nutzerzahlen des mobilen kontaktlosen Bezahlens zeigt. Wer dann noch am Bargeld hängt und Datensammelei fürchtet, wird sich schwertun, beim Einkaufen aufs Portemonnaie zu verzichten. Dazu kommt: Gegenüber anderen Bezahlverfahren wie dem kontaktlosem Bezahlen per Giro- oder Kreditkarte fehlt bisher vielen Verbrauchern der klare Mehrwert.

 

© Michael Rogner – Fotolia.com

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