BITKOM: Gesetz gegen Kostenfallen im Internet begrüßt

Abo-Falle im Internet

Das neue Gesetz gegen Abo-Fallen soll Abzocken im Internet verhindern und die Rechte betroffener Internetnutzer stärken.

Über das neue Gesetz gegen Kostenfallen im Internet wird am Freitag im Bundestag abgestimmt. Der Hightech-Verband BITKOM begrüßt es eigenen Angaben zufolge, wenn Betrügern im Netz vonseiten der Politik entgegengewirkt wird. Das Vertrauen im und in das Web muss gestärkt werden, erklärt Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des BITKOM. Unter anderem muss dem Gesetz zufolge bei Online-Bestellungen ein Hinweis auf die Kostenpflicht integriert sein. Darüber hinaus soll ein Vertragsabschluss nur zustande kommen, wenn Kunden auf einen dementsprechend gekennzeichneten Button geklickt haben. Der Verband hofft, dass mithilfe dieses Gesetzes Kostenfallen im Internet weitestgehend verhindert werden.

 

Telefon- & DSL-Anbieter jetzt vergleichen und sparen!
Berechnungskriterien
  • Berechnungskriterien: DSL & Festnetz

  • (Anbieter und Verfügbarkeit unterscheiden sich regional)

  • (Ihre gewünschte Verbindungsgeschwindigkeit)

Gratis-Angebote werden zur Kostenfalle

Betrüger locken immer wieder mit Gratis-Inhalten und kassieren dann ab, indem sie den registrierten Besuchern im Kleingedruckten teure Abos unterschieben. Dabei reichen die angeblichen Nulltarif-Angebote von Witzseiten über Hausaufgabenhilfen bis hin zu vermeintlichen Gratis-Software. Doch Verbraucher sind diesen Kostenfallen im Internet nicht hilflos ausgesetzt. Internetnutzer können sich mithilfe einiger Tricks gegen Abo-Fallen in den meisten Fällen erfolgreich schützen, erklärt Rohleder.

 

Kostenfallen im Internet mit kleinen Tricks umgehen

Internetnutzer sollten niemals Kontakt- oder Zahlungsdaten angeben, wenn hierfür kein triftiger Grund vorliegt. Dies betrifft vor allem Telefonnummern, E-Mail-Adressen sowie Bank- und Kreditkartendaten. Schließlich werden diese Daten für den Download oder die Lektüre von kostenfreien Inhalten nicht gebraucht. Auch hilft es, wenn Internetnutzer dubiose Angebote meiden und immer das Kleingedruckte aufmerksam lesen. Vor allem wenn die Anbieter unbekannt sind, empfiehlt sich die Lektüre der Geschäftsbedingungen (AGB) sowie anderer klein gedruckter Passagen. Verfügen die Dienstleister auf der Internetseite über ein Impressum mit vollständiger Adresse, dem Namen des Verantwortlichen, einer E-Mail-Adresse sowie Telefonnummer für Rückfragen, ist dies zumeist ein Zeichen für die Seriosität des Anbieters.

 

Bei Zahlungsaufforderung nicht zahlen

Sollten Internetnutzer dennoch einmal zu einer Zahlung aufgefordert werden, gilt zunächst: Derjenige, der das Geld verlangt, muss auch den Nachweis über den Vertragsabschluss erbringen. Fühlen sich Nutzer von Webseiten getäuscht, sollten sie nicht zahlen. Laut Gerichtsentscheidungen kommt kein Vertrag zustande, wenn die Preisangaben fehlen oder versteckt sind. Nur wenn die Bedingungen des Angebots dem Kunden bekannt sind und diesen bewusst zugestimmt wird, ist der Vertrag rechtskräftig. Und die entsprechende Nachweispflicht obliegt dem Anbieter. Da nützt es auch nichts, wenn mit Anwälten, einem Inkasso, Zwangsvollstreckung oder einer Strafanzeige gedroht wird. Internetnutzer sollten sich hiervon nicht beeindrucken lassen, da die Falschspieler rechtlich gesehen kaum eine Chance haben.

 

Verträge anfechten und widerrufen

Zwar besteht keine Pflicht, auf unseriöse Forderungen zu reagieren. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will, sollte den angeblichen Vertrag bestreiten und widerrufen. Zumeist gilt bei Abo-Fallen auch ein Widerrufsrecht von mehr als 14 Tagen, da in der Regel der erforderliche Hinweis vom Anbieter nicht „in Textform“ gegeben wird. Hilfreich für den Widerruf sind entsprechende Musterbriefe der Stiftung Warentest sowie der Verbraucherzentralen, die betroffene Nutzer am besten per Einschreiben mit Rückschein an den Anbieter schicken. Darüber hinaus sollten in keinem Fall weitere persönliche Daten angegeben werden. Auch ist ein langer Schriftwechsel mit den Betrügern zu vermeiden.

 

Widerspruch gegen Mahnbescheid

Wer an einen besonders hartnäckigen Bauernfängern gerät und gar einen gerichtlichen Mahnbescheid erhält, sollte binnen zwei Wochen diesem Bescheid in schriftlicher Form widersprechen. Hierbei reicht es, wenn der Widerspruch formuliert wird – er muss nicht begründet werden. In der Regel wird keine Klage vonseiten der Betrüger folgen.

 

Mit Material von BITKOM

Bild© Leo Blanchette – Fotolia.com

keine weiteren Kommentare mglich.