Bonus von Krankenkasse verringert den Steuervorteil

Bonuszahlung von Krankenkasse verringert Steuervorteil

Zahlt die Krankenkasse einen Bonus, sollte der Steuerbescheid geprüft werden.

Egal ob Mitgliedschaft im Fitnessstudio, die Inanspruchnahme einer Ernährungsberatung oder die Beteiligung an Sportwettbewerben: Für gesundheitsbewusstes Verhalten zahlen viele gesetzliche Krankenkassen hierzulande ihren Mitgliedern einen Bonus als Belohnung. Wie solche finanziellen Vorteile steuerlich gehandhabt werden, ist jedoch detailreich geregelt.

 

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Krankenkassenbeiträge steuerlich absetzen – als Sonderausgaben

Prinzipiell gilt: Krankenkassenbeiträge lassen sich von der Steuer absetzen. Dazu müssen sie in der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Kommt es zu einer Beitragsrückerstattung, muss diese deshalb auch wieder angerechnet werden, sodass sich der Sonderausgabenabzug verringert. Erich Nöll vom Berliner Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) sieht dieses Vorgehen als „grundsätzlich gerechtfertigt“ an, da dem Steuerzahler dadurch keine finanzielle Belastung entstanden ist.

 

Bonuszahlung von Krankenkasse nur bei Eigeninitiative des Versicherten

Eine Rückerstattung bereits gezahlter Beiträge erhält ein Versicherter von seiner Krankenversicherung dann, wenn er Leistungen der Kasse nicht in Anspruch genommen hat. Bei Prämienzahlungen oder geldwerten Boni liegt der Fall anders: Eine derartige Zahlung erfolgt nur, wenn der Versicherungsnehmer gesundheitsbezogene Maßnahmen wie beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen ergreift und für die entsprechenden Kosten selbst aufkommt. Voraussetzung dafür ist darüber hinaus, dass die Maßnahme nicht durch den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherungen gedeckt ist.

 

Bonus von Krankenkassen oft wie Rückzahlung behandelt

Einfluss auf die Steuer haben nur die Krankenkassenbeiträge, die der sogenannten Basisversorgung zugutekommen. Bonuszahlungen für auf eigene Rechnung durchgeführte Gesundheitsmaßnahmen, die nicht Teil der Basisversorgung sind, dürften demnach nicht als Beitragsrückerstattung gelten, erklärt Nöll. Die Praxis weicht an dieser Stelle aber häufig von der Theorie ab. Infolgedessen kommt es zu höheren Steuerzahlungen.

 

Auf Vorläufigkeitsvermerk auf Steuerbescheid achten

Steuerpflichtige Krankenversicherungsnehmer sollten einen Blick auf ihren Steuerbescheid werfen: Dort wird der Sonderausgabenabzug für Krankenkassenbeiträge zwar weiterhin gekürzt, allerdings müssen die betreffenden Bescheide einen Vorläufigkeitsvermerk enthalten. Dieser ergeht, wenn die steuerliche Behandlung des Sachverhalts noch nicht abschließend geklärt ist. Ist ein Steuerbescheid nicht mit einem Vorläufigkeitsvermerk versehen und wurde ein Bonus von der Krankenkasse gezahlt, der dazu geführt hat, dass sich der von der Steuer abziehbare Krankenkassenbeitrag verringert hat, empfiehlt Nöll betroffenen Steuerzahlern Einspruch einzulegen. Gleichzeitig sollte ein Antrag auf Aufnahme des Vorläufigkeitsvermerks gestellt werden – wichtig ist dabei der Hinweis auf das vor dem Bundesfinanzhof anhängige Klageverfahren mit dem Aktenzeichen X R 17/15. Dieses Vorgehen gewährleistet, dass das Finanzamt nicht zu viel kürzt.

 

Mit Material von dpa

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