BU-Versicherung: Gothaer kündigt neue Tarife an

Gothaer

Gothaer bietet ab April einen neuen Tarif bei der BU-Versicherung an.

Kurz vor Einführung der Unisex-Tarife bringt der Kölner Versicherer Gothaer eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) auf den Markt – zum 1.April 2012. Er möchte auf diese Weise neue Kundinnen gewinnen, so ein Bericht der FTD. Denn für Frauen steigen die Preise für solche Policen durch die Unisex-Umstellung zum 21. Dezember 2012 um acht bis zu zwölf Prozent, sagt Helmut Hofmeier, Leiter der Gothaer Lebensversicherung. Für Männer werden die Tarife auf der anderen Seite durch diese Regelung billiger. Für sie verspricht die Gothaer ein Wechselrecht für den ab April erhältlichen Tarif.

 

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Umfrage: Versicherer sollen schnell zahlen

Aus einer Studie über die Berufsunfähigkeitsversicherung im Auftrag der Gothaer geht hervor, dass für die Mehrheit der Kunden Flexibilität bei diesen Policen wichtig ist. So sollten beispielsweise Beiträge für einen gewissen Zeitraum ausgesetzt werden können, wenn man in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Zudem wünschen sich viele Befragte, dass eine Aufstockung der BU-Leistung ohne Durchführung einer erneuten Gesundheitsprüfung möglich ist. Von besonderer Bedeutung ist es für die Befragten darüber hinaus, dass die Versicherer bei einer Berufsunfähigkeit schnell zahlen. Oftmals lassen sich Unternehmen Vieles einfallen, um nicht zahlen zu müssen.

 

Berufsunfähigkeit: Vielfach psychische Erkrankungen

Zudem stellte die Untersuchung fest, dass die Deutschen die Gefahr, aufgrund einer psychischen Erkrankung berufsunfähig zu werden, unterschätzen. Nur 21 Prozent der befragten Frauen und 18 Prozent der befragten Männer betrachteten psychische Erkrankungen als Gefahr für ihr Berufsleben. Tatsächlich sind Krankheiten wie beispielsweise Depressionen die größte Bedrohung für die Gesundheit berufstätiger Menschen. Aus der Unterschätzung dieser Gefahr resultiert auch das Bewusstsein, dass man für akademische Berufe eigentlich keine Berufsunfähigkeitsversicherung brauche. Bei handwerklichen Berufen werde die Notwendigkeit eher erkannt, sagte Hofmeier bei der Vorstellung der Studie. Demnach hätten nur 61 Prozent der männlichen und 42 Prozent der weiblichen Berufstätigen eine BU-Versicherung.

 

Umfrage: 38 Prozent wollen keine BU-Versicherung

Arbeitnehmer, die keinen BU-Schutz haben, wurden für die Studie ebenfalls befragt. 38 Prozent dieser Menschen gaben an kein Interesse an einer solchen Versicherung zu haben, 35 Prozent sagten, dass sie sich mit diesem Thema noch nicht beschäftigt hätten und 34 Prozent nannten zu hohe Prämien als Grund dafür, dass sie auf eine BU-Versicherung verzichten. Für 13 Prozent sind die von den Versicherern angebotenen Leistungen zu gering und weitere fünf Prozent wollten eigentlich eine BU-Versicherung abschließen, wurden allerdings von den Versicherern abgelehnt.

 

 

Mit Material von Financial Times Deutschland

 

Bild © Falko Matte – Fotolia.com

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