Community-Tarif fürs Handy oft deutlich günstiger

Community-Tarif oft günstiger als Allnet-Flat

Billiger als eine Allnet-Flat ist oft ein Community-Tarif, sofern es einen überschaubaren Kreis an häufigen Gesprächspartnern gibt.

Eine Allnet-Flat beim Handytarif stellt für viele Smartphone-Nutzer eine Art Heilsbringer für günstiges Telefonieren dar. Ein Vergleich der Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 01/16) zeigt jetzt aber, dass es noch günstiger geht: mit einem Community-Tarif. Voraussetzung dafür ist, dass man seine Telefonate vor allem mit einer überschaubaren Anzahl ständig wiederkehrender Gesprächspartner führt, den engsten Freunden und dem Partner beispielsweise. Getestet wurden 29 Prepaid-Gruppentarife, bei denen die Gesprächsminute innerhalb der Community jeweils nicht mehr als drei Cent kostet.

 

  • Jetzt DSL-Anbieter vergleichen
    und sparen!


Häufige Gesprächspartner identifizieren

Die „Finanztest“-Experten kommen bei ihrem Vergleich der Community-Tarife zu dem Schluss, dass es nicht für alle Einzelfälle den idealen Tarif gibt. Bei der Wahl des Anbieters ist vor allem wichtig, dass möglichst viele der häufig angewählten Kontakte dort auch Kunde sind. Darüber hinaus sollte aber auch darauf geachtet werden, dass die Untertarife des Providers zum eigenen Nutzungsverhalten passen. Um letzeres zu analysieren, empfiehlt sich ein Blick auf die eigenen Handyrechnungen inklusive Einzelverbindungsnachweisen. Zudem sollte man bei Freunden und Familie den jeweils genutzten Anbieter erfragen.

 

Weg von der Allnet-Flat, hin zum Community-Tarif

Ein Community-Tarif lohnt sich aber nicht nur für Nutzer, die mit ihrem Handy vor allem telefonieren und dabei hauptsächlich mit einem relativ festen Personenkreis in Verbindung stehen. Auch für Normaltelefonierer mit einer Allnet-Flat rentiert sich laut „Finanztest“ der Analyseaufwand. Denn auch sie wiesen bei genauerem Hinsehen oft einen recht begrenzten Kreis an häufigen Gesprächspartnern auf. Und selbst für den Fall, dass sich das Nutzungsverhalten beim Telefonieren und Surfen gravierend ändern sollte, erleiden Kunden dadurch keinen besonderen Nachteil. Solche Angebote sind nämlich in der Regel „prepaid“, sodass die Tarife und Optionen monatlich kündbar sind. Tarifwechsel oder Kündigung sind dementsprechend einfach.

 

Discounter liegen bei Community-Tarifen vorne

Der Tarifvergleich von „Finanztest“ ergab, dass sich für Nutzer, die pro Monat 100 Minuten oder mehr telefonieren, vor allem die Discounter und Supermärkte als Anbieter empfehlen. Dazu zählen beispielsweise Lidl Connect, Edeka Mobil und K-Classic Mobil (Kaufland). Diese drei Anbieter punkten mit günstigen Preisen für unbegrenztes Telefonieren und Simsen mit der Community: Jeweils knapp drei Euro pro Monat kostet der monatlich kündbare Tarif.

Wer im Monat weniger als 100 Minuten spricht, ist „Finanztext“ zufolge mit einem Basistarif ohne feste monatliche Gebühr gut beraten. Bei den Angeboten von Rossman Mobil, Aldi Talk, Penny Mobil und Ja! Mobil (Rewe) kostet jede Gesprächsminute und jede SMS innerhalb des Kreises nur drei Cent.

 

Auch mobiles Surfen mit Community-Tarif möglich

Das Telefonieren und Verschicken von SMS in andere Netze schlägt bei den untersuchten Community-Tarifen meist mit neun bis elf Cent zu buche. Ein Megabyte Datenvolumen kostet 24 Cent. Wer regelmäßig mit seinem Smartphone mobil ins Netz gehen will, dem raten die Tester dazu, gleich ein Datenpaket vom Anbieter mit zu buchen. Weiterhin empfehlen die Finanztester Nutzern – beispielsweise innerhalb einer Familie –, die verschiedenen Tarifangebote ihres Providers sinnvoll zu kombinieren. So benötige manch einer nur den reinen Basistarif, wohingegen für andere die Community-Flatrate-Option oder auch eine Allnet-Flat mit Datenpaket ratsam ist.

 

Mit Material von dpa

Bild © Michael Rogner – Fotolia.com

keine weiteren Kommentare mglich.