Die häufigsten Verbraucherfragen: Wann erhält man einen Bonus?

Bonus

Ein Bonus kann die jährliche Strom- oder Gasrechnung deutlich reduzieren – entscheidend sind jedoch die Bedingungen des Versorgers.

Bei der Wahl eines geeigneten Strom- oder Gasanbieters stoßen viele Verbraucher auf offene Fragen. Wie verhält es sich mit den verschiedenen Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen, was hat es mit Preisgarantie und Bonus auf sich? Vor allem Verbraucher, die noch in der Grundversorgung vor Ort beliefert werden und noch nie den Anbieter gewechselt haben, kennen die Tarifmodelle am freien Energiemarkt noch nicht. Täglich nimmt das TopTarif-Service-Center zahlreiche solcher Fragen entgegen. Wir haben die am häufigsten gestellten für Sie zusammengestellt, um den Einstieg in die Vielfalt an Tarifen zu erleichtern. Lesen Sie hier Teil 5 unserer 10-tägigen Artikel-Reihe!

 

Strompreise & Tarife im Vergleich! Jetzt Stromanbieter vergleichen und sparen!
Berechnungskriterien
  • Berechnungskriterien: Stromtarifvergleich

  • Anbieter unterscheiden sich regional

  • eigenen Verbrauch eingeben
    passende Anbiete/Tarife werden je nach Verbrauch angezeigt

Frage 5: Wann erhält man einen Bonus?

In Deutschland gibt es mittlerweile über 1000 Strom- und etwa 700 Gasanbieter, die am liberalisierten Markt ihre Leistungen für Privathaushalte anbieten. Um im Wettbewerb zu bestehen und überregional Kunden für sich zu gewinnen, gewähren die Versorger gern Rabatte und Boni, die meist nur für Neukunden gelten. Diese können auch nur in der ersten Vertragslaufzeit in Anspruch genommen werden. Verlängert sich der Vertrag automatisch, kann es somit später zu höheren Kosten kommen – dies sollten Verbraucher im Auge behalten.

 

Bonus in Euro, Prozent oder kWh?

Ein Bonus kann sehr unterschiedlich aussehen. Neben dem weit verbreiteten Bonus in Euro, beispielsweise 100 Euro im ersten Jahr, gibt es auch den Bonus in Prozent. In diesem Fall kann der Bonus zum Beispiel 25 Prozent der Jahreskosten betragen. Eingebürgert hat sich auch ein Bonus als Frei-Kilowattstunde (kWh). Erhält der Kunde also 700 Frei-kWh als Bonus, wird der Betrag letztendlich in Euro ausgezahlt, zum Zeitpunkt der Auszahlung aber mit dem dann gültigen Arbeitspreis ausgerechnet. Verbraucher können beim Wechsel zu einem neuen Anbieter auch einen Online-Bonus erhalten, wenn sie sich auf die Kommunikation über Internet und E-Mail beschränken und somit einen eingeschränkten Service in Kauf nehmen. Auch andere Boni wie beispielsweise der Ökobonus sind seltener am Markt vertreten. Bei letzterem gewährt der Versorger einen Bonus für den Bezug von Ökostrom bzw. Bio- oder Klimagas.

 

Auszahlung der Boni

Die Boni werden in den meisten Fällen am Ende des ersten Belieferungsjahres ausgezahlt, d.h. sie werden mit der Jahresrechnung gutgeschrieben. Die monatlichen Abschlagszahlungen werden durch den Bonus also erst einmal nicht geringer. Nur in seltenen Fällen wird der Bonus durch elf geteilt und von den Abschlägen abgezogen. Die Auszahlung zum Ende des Jahres ist durchaus üblich, jedoch sind auch hier die AGBs des jeweiligen Anbieters ausschlaggebend. Streitfälle gab es in der Vergangenheit bei der Auszahlung sogenannter Treueboni. Diese werden nur dann am Ende des ersten Jahres ausgezahlt, wenn der Kunde den Vertrag verlängert. Um solchen Problemen schon beim Wechsel zu einem neuen Versorger vorzubeugen, sollten die AGBs durchgelesen werden. Ist der Text unklar oder ungenau formuliert, sollte von einem Abschluss abgesehen werden. Verbraucher sollten die Vielfalt am deutschen Energiemarkt ausnutzen und sich nicht allein vom Preis leiten lassen, sondern auch die Bedingungen ihres Vertrages beachten.

 

Bild © Sergej Toporkov – Fotolia.com

 

Lesen Sie hier alle Artikel unserer Serie zu den häufigsten Verbraucherfragen!

 

Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 10 30 49 810 erhalten Verbraucher bei TopTarif zudem täglich Antworten auf Ihre Fragen zum Wechsel des Strom- oder Gasanbieters.

keine weiteren Kommentare mglich.