Die wichtigsten Leistungen der Kfz-Versicherung: Was ist der Auslandsschadenschutz?

Auslandsschadenschutz bei Reisen ins Ausland

Wenn's im Ausland kracht, ist der Schadenschutz von Vorteil.

In der Bundesrepublik ist eine Kfz-Haftpflicht mit einer bestimmten Mindestdeckungssumme für Personen- und Sachschäden gesetzlich vorgeschrieben. Dies gilt jedoch nicht uneingeschränkt im Ausland. Ein Unfall im Ausland kann so schnell zur finanziellen und emotionalen Tortur werden, denn kann der Unfallverursacher nicht zahlen bzw. reicht die Deckung seiner Kfz-Versicherung nicht aus, bleibt man als Urlauber schnell auf den Unfallkosten sitzen. Die meisten Kfz-Versicherer bieten deshalb den sogenannten Auslandsschadensschutz sowie für Mietwagen im Ausland die sogenannte Mallorca-Police an.

 

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Unfall im Ausland: Schadenschutz erhöht Deckungssummen

Der Auslandsschadenschutz ist eine Erweiterung der Kfz-Haftpflichtversicherung. Notwendig ist dieses Extra, weil in EU-Ländern eine Haftpflichtversicherung für Kraftfahrzeuge zwar vorgeschrieben ist, die Mindestdeckungssummen jedoch in einigen Fällen immer noch deutlich niedriger sind als in Deutschland. Zwar werden die Grenzen in der EU in den kommenden Jahren harmonisiert, sodass Auslandsschadenschutz und Mallorca-Police zunehmend verzichtbar werden. Bis dahin ist der Auslandsschadenschutz aber immer noch empfehlenswert – vor allem in Ländern wie beispielsweise Griechenland, Moldawien oder Bosnien-Herzegowina, wo die Deckungssummen im EU-Vergleich immer noch sehr gering sind.

 

Auslandsschadenschutz deckt Gutachter und Rechtsbeistand

Darüber hinaus werden Wertminderungen des Fahrzeugs, aber auch Kosten für Gutachter, Rechtsbeistand und Gerichtsverfahren häufig nicht von der ausländischen Haftpflicht-Police übernommen. Im Schadensfall springt bei Vorhandensein eines Auslandsschadenschutzes im Falle einer Unterdeckung dann der deutsche Versicherer ein, sodass der Versicherungsnehmer so gestellt wird, als sei der Unfallverursacher bei einer deutschen Kfz-Versicherung versichert. Ein solcher Auslandsschadenschutz kann bei den meisten Kfz-Versicherungen ergänzend zum Haftpflichtvertrag abgeschlossen werden, wobei die Kosten hierfür zwischen 20 und 50 Euro im Jahr liegen.

 

Mallorca-Police – nicht nur auf der Ferieninsel sicher unterwegs

Die Mallorca-Police bietet ebenfalls bei unverschuldeten Unfällen des Versicherungsnehmers Schutz vor Unterdeckung bei der Kfz-Versicherung des Unfallgegners. Anders als der Auslandsschadenschutz gilt die Mallorca-Police jedoch für Mietwagen und nicht für das eigentlich versicherte Fahrzeug. In Europa sollten mit der Durchsetzung der 6. Kraftfahrzeuglinie innerhalb der Europäischen Union zwar eigentlich klare Versicherungsverhältnisse mit angemessenen Mindestdeckungssummen herrschen, durch Übergangsfristen und dadurch, dass in einigen Ländern das Vorhandensein einer Haftpflicht-Police nicht so streng kontrolliert wird wie hierzulande, kann eine Harmonisierung jedoch noch eine Weile dauern. Dieser zusätzliche Schutz ist in den meisten Haftpflicht-Policen bereits integriert. Wirkung entfaltet die Mallorca-Police dabei nicht nur auf der spanischen Insel – die vielen Unfälle deutscher Urlauber mit Mietwagen hatten vor einigen Jahren lediglich zur Einführung dieser Leistung und auch zu der Namensgebung geführt.

 

Mit Material von Stiftung Warentest, Europäische Kommission

Bild © Daniel Bujack – Fotolia.com

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