Dieser Kfz-Irrglaube geistert in vielen Köpfen von Autofahrern herum

PS-schwache Fahrzeuge können auch einen hohen Kfz-Beitrag haben

Es ist ein Kfz-Irrglaube, dass Autos mit weniger PS automatisch günstiger sind in der Kfz-Versicherung als Fahrzeuge mit starker Motorisierung.

Weniger PS bedeuten einen günstigen Beitrag zur Kfz-Versicherung – das denken nicht wenige. Eine Modellrechnung von uns zeigt jedoch, dass das nicht immer stimmt. PS-schwache Nuckelpinnen können in manchen Fällen teurer sein als hochmotorisierte SUVs.

 

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Hohe PS-Zahl bedeutet nicht immer teure Kfz-Versicherung

TopTarif hat für einen Berliner Modellfahrer die Versicherungskosten für zwei vergleichsweise PS-schwache Autos berechnet: ein Toyota Auris 1.4 (99 PS) und ein Opel Astra-K 1.6 (95 PS). Gleiches für zwei stark motorisierte Modelle: ein Volvo V 50 Kombi (230 PS) sowie ein Audi Q3 2.0 (220 PS).

Für den Toyota zahlt der Modellfahrer im Schnitt 771 Euro im Jahr. Gegenüber dem Volvo V 50 sind das rund 100 Euro mehr (13 Prozent), im Vergleich zum Audi Q3 Quattro sogar 122 Euro (16 Prozent). Dabei trennen die Fahrzeuge über 120 Pferdestärken. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Opel Astra (758 Euro): Auch dieser PS-schwache Kompaktwagen kostet gegenüber dem Volvo 86 Euro (11 Prozent) mehr in der Kfz-Versicherung. Beim Audi sind es 108 Euro (14 Prozent).

Einfluss der Typklasse auf den Kfz-Beitrag

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stuft Autos in sogenannte Typklassen in der Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko ein. Sie spiegeln vor allem zwei Faktoren wider: die Schadenhäufigkeit und die Kosten pro Schaden. Je mehr Schäden die Fahrer eines Modells anrichten und je teurer diese sind, desto teurer wird die Kfz-Versicherung. Im Modellfall haben der Toyota sowie der Opel einen höhere Typklasse als die PS-starken Modelle.

Die Typklasse hat einen besonders hohen Einfluss. Wer also bereits beim Kauf auf eine niedrige Typklasse achtet und nicht nur auf die PS-Zahl und die Größe des Wagens schaut, kann bei der Kfz-Prämie schon im Vorfeld sparen. Die Typklassen finden Verbraucher beispielsweise auf der Internetseite des GDV. Für die Abfrage sind die Hersteller- und Typ-Schlüsselnummer aus dem Fahrzeugschein notwendig.

 

Sparpotenzial ausschöpfen – auf weitere Faktoren achten

Mehrere Faktoren bestimmen den Preis der Kfz-Versicherung, aber nicht alle können Autofahrer beeinflussen, so Schröder. Wer seinen Beitrag verringern möchte, kann zum Beispiel seine Schäden in Vertragswerkstätten reparieren lassen. Das bringt im Schnitt bis zu 20 Prozent Rabatt. Weitere 10 Prozent Nachlass erhalten Autofahrer, wenn sie ihre Rechnung jährlich statt monatlich zahlen. Zudem ist es ratsam, einmal im Jahr seine persönlichen Angaben zu prüfen. Wer zum Beispiel nur noch die Hälfte an Kilometern im Jahr fährt, reduziert seine Prämie um bis zu 15 Prozent.

Methodik

Für den Modellfall wurden die Kfz-Prämien (Haftpflicht inklusive Vollkasko) für den Opel (Baujahr: 2012), den Toyota (Baujahr: 2014), den Audi (Baujahr: 2014) und den Volvo (Baujahr: 2012) aus den fünf günstigsten Tarifen berechnet. Der 35-jährige Fahrer ist ein Angestellter aus Berlin mit der SF-Klasse 15 und 12.000 km Fahrleistung pro Jahr. Er fährt das Fahrzeug allein.

 

Bild: © lassedesignen / Fotolia.com

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