Drohnenversicherung: Warum der Flugspaß teuer werden kann

Nur wenige Hobby-Piloten haben eine Drohnenversicherung

Ein Versicherungsschutz für Drohnen ist wichtig, doch bisher verfügen nur wenige Hobby-Piloten über einen

Am 4. August 2016 sorgte ein bisher unbekannter Drohnenpilot für Aufsehen. Seine Drohne flog in luftiger Höhe und kam einem Airbus der Lufthansa dabei gefährlich nahe – passiert ist jedoch zum Glück nichts. Abgesehen davon, dass es Drohnen nicht einmal erlaubt ist, in der Nähe von Flughäfen aufzusteigen, ist ihr Versicherungsschutz bisher nur teilweise geregelt: Nicht jede private Haftpflichtversicherung sichert den Flug mit Drohnen ab. Daher gilt es, einige Punkte zu beachten.

 

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10 Meter von Flügelspitze entfernt

Der Airbus A 321 befindet sich im Landeanflug auf dem Münchener Flughafen. Plötzlich erblickt der Pilot in 1,7 Kilometern Höhe eine Drohne an der rechten Flügelspitze. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Bayern flog die Drohne mit nur 10 Meter Abstand an der Flügelspitze vorbei. „Drohnen sind gefährlicher als Vögel“, betont Axel Raab, Leiter der Pressestelle der Deutschen Flugsicherung. Hätte das Triebwerk die Drohne eingesogen, wäre ein erheblicher Schaden entstanden. Nun wird gegen den Unbekannten wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr ermittelt.

 

Drohnen – Eine Gefahr für Flugzeuge?

Das war aber nicht das erste Mal, dass Drohnen in der Nähe von Flughäfen ihre Runden drehten. Der Hamburger Flughafen meldet eine steigende Zahl von Zwischenfällen mit Drohnen. Dabei gilt ein gesetzliches Flugverbot für die unbemannten Fluggeräte im Umkreis von 1,5 Kilometern. Wer sich nicht daran hält, begeht nicht nur eine Straftat, sondern gefährdet auch Menschenleben.

 

Nicht ohne Grund plant Bundesverkehrsminister Heiko Maas deshalb eine Neuregelung für das Fliegen von Drohnen im privaten Bereich. Dann sollen Flüge:

 

– in mehr als 100 Metern verboten werden,

– nur noch mit direktem Sichtkontakt zur Drohne erlaubt sein und

– über Menschenansammlungen, Industrie- und militärischen Anlagen etc. verboten werden.

 

Zudem sollen Drohnen ab 0,5 Kilogramm gekennzeichnet werden, um einen Missbrauch zu verhindern und bei Unfällen den Piloten zu ermitteln.

 

Drohnenversicherung – Darauf ist achten

Einige Haftpflichtversicherer bieten in ihrer Police mittlerweile einen Versicherungsschutz für Drohnen an. Dabei bestimmen sie genau, unter welchen Bedingungen sie ein solches Flugobjekt versichern:

  1. Meist darf das Gewicht der Drohne 0,5 oder 5 Kilogramm nicht überschreiten.
  2. Versicherer unterscheiden zwischen Fluggeräten mit Antrieb (Elektro- oder Verbrennungsmotor) und ohne.
  3. Der Versicherungsschutz besteht nur bei privater Nutzung innerhalb des gesetzlichen Rahmens.

 

Hobby-Piloten sollten überprüfen, ob die private Haftpflicht das eigene Drohnenmodell abdeckt und sich das schriftlich bestätigen lassen. Andernfalls kann zu einer Privathaftpflicht gewechselt werden, die das Modell versichert, oder eine separate Drohnenversicherung über Modellflug-Verbände abgeschlossen werden. Dafür wären dann zwischen 70 und 90 Euro im Jahr zusätzlich fällig, was sich für Freizeit-Piloten aber nur selten lohnt.

 

Mit Material von heise.de

Bild © absurdovruslan / Fotolia.com

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