Unterschätzt: Die Elementarschadenversicherung

Unterschätzt: Die Elementarschadenversicherung

Wasserschäden treten vergleichsweise oft auf im Vergleich zu Feuerschäden – eine Elementarschadenversicherung kann im Ernstfall schützen.

Die Furcht vor einem Brand in den eigenen vier Wänden ist bei vielen Deutschen stark ausgeprägt. Statistisch gesehen sind es aber nicht die Feuerschäden, die am häufigsten vorkommen. Es sind viel mehr Wasserschäden durch Rohrbrüche oder Starkregen, deren Zerstörungskraft oft unterschätzt wird. Das ergibt sich aus Berechnungen von Versicherungsmathematikern. Zudem schätzen 90 Prozent der Bundesbürger laut einer vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Auftrag gegebenen Umfrage die Bedrohung durch Naturgefahren gering ein. Gerade hier empfiehlt sich jedoch eine Elementarschadenversicherung.

 

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Die Naturgewalt Wasser

Gerade vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren stärker auftretenden Wetterkapriolen, zu denen Unwetter und starker Regen zählen, wird Wasser zu einer immer ernster zu nehmenden Gefahr. Rainer Fürhaupter von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) meint dazu: Viele würden das Auftreten von Überschwemmungen unterschätzen. Selbst ein Haus, das zwei Kilometer von einem Fluss entfernt liegt, besitze eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, durch die Naturgewalt Wasser beschädigt zu werden, wie durch ein Feuer. Ähnliches gilt für Wasserrohrbrüche: Nach Erhebungen des GDV treten diese sechsmal häufiger auf als Feuerschäden und verursachen Kosten in Höhe von zwei Milliarden Euro im Jahr.

 

Ein Grund für die Unterschätzung der Wassergewalt mag sein, dass laut GDV nur 1,5 Prozent der Fläche der Bundesrepublik direkt durch Hochwasser gefährdet ist. Das bedeutet, dass gut 98 Prozent der Leute kein Gewässer vor der Haustür haben und dieses Risiko damit buchstäblich aus den Augen verlieren, so Rolf Mertens von der Ergo Versicherungsgruppe.

 

Hohe Verbreitung von Wohngebäudeversicherungen

Zwar haben mehr als 90 Prozent aller Häuser in Deutschland eine Wohngebäudeversicherung, die vor allem gegen Feuer, Sturm und Hagel schützt. Aber weit weniger als die Hälfte hat ebenfalls eine Versicherung gegen Elementarschäden. In solchen Fällen können aber schnell Kosten entstehen, die die Existenz gefährden. Daher warnt Arno Schubach, Fachanwalt für Versicherungsrecht, davor, die Wahrscheinlichkeit eines Wasserschadens zu unterschätzen und diesen nicht abzusichern. Vor allem für Hausbesitzer kann eine durch Wasser beschädigte Immobilie zum finanziellen Ruin führen, wenn diese gleichzeitig als Geldanlage angedacht ist.

 

Was leistet eine Elementarschadenversicherung?

Bei einer Versicherung gegen Elementarschäden sind nicht nur Naturereignisse wie Erdbeben, Lawinen und Starkregen mit inbegriffen. Auch durch Rückstau, Erdsenkung, Erdrutsch oder Schneedruck entstandene Schäden werden dadurch abgedeckt. Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale NRW betont, dass sich ein solcher Schutz oft innerhalb der bestehenden Hausrat- oder Gebäudeversicherung hinzubuchen lässt. Entsprechend können sich dadurch jedoch die jährlichen Kosten für die Police erhöhen.

 

Weidenbach merkt allerdings an, dass eine Wohnung im dritten Stock weniger stark von Hochwasser betroffen ist als eine im Kellergeschoss. Doch hier besteht immer noch die Gefahr eines Wasserrohrbruchs, der nach Hochrechnungen des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) statistisch gesehen alle 15,6 Jahre auftritt. Die Studie hat zudem gezeigt, dass die Bewohner in den meisten Fällen machtlos gegen den Schaden sind und hohe Kosten zu tragen haben.

 

 

Mit Material von dpa

Bild © Gruenberg – Fotolia.com

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