Energiekosten senken – alten Stromanbieter bei Umzug wechseln

Bei Umzug Stromanbieter wechseln

Verbraucher können bei einem Umzug den Stromanbieter wechseln und so mehrere hundert Euro im Jahr sparen.

Jedes Jahr wechseln etwa fünf Millionen Haushalte ihren Wohnort. In der Regel haben Verbraucher die Möglichkeit, bei einem Umzug den Stromanbieter zu wechseln und sich so für einen günstigeren Versorger zu entscheiden. Allerdings nutzt bislang nur jeder Zehnte bei einem Umzug die Marktvielfalt. Der Großteil (90 Prozent) der Haushalte gelangt nach einem Wohnungswechsel in den Grundversorgungstarif. Wer also im Rahmen eines Umzugs die Anmeldung der neuen Verbrauchsstelle vernachlässigt und sich nicht über alternative Angebote bei Grundversorgern und Wettbewerbern informiert, wird dies spätestens bei der nächsten Abrechnung zu spüren bekommen. Auf diesen Umstand wies das Verbraucherportal TopTarif hin.

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Bei Umzug Stromanbieter wechseln

Im Umzugsstress ist die Suche und Wahl eines neuen Energielieferanten nicht selten Nebensache, oder wird zwischen Kisten packen, Möbelwagen bestellen und Wände streichen vollständig vergessen. Stromkunden, die keine entsprechenden Schritte einleiten, werden jedoch automatisch vom ansässigen Grundversorger mit Strom beliefert – und zwar zu dessen gesetzlichem Grundversorgungstarif. In vielen Regionen sind diese gesetzlichen Basistarife jedoch die teuersten vor Ort. Daher rät Daniel Dodt von TopTarif: „Wer die kostenintensiven Grundversorgungstarife umgehen möchte, sollte sich möglichst sechs Wochen vor dem Umzug über alternative Produkte informieren und beim Wunschanbieter anmelden“. Ist es Verbrauchern nicht möglich, diese Frist einzuhalten, sollten sie den Wechsel zu einem günstigeren Tarif des Grundversorgers oder einem anderen Anbieter mit der Schlüsselübergabe oder direkt nach dem Einzug vollziehen.

 

Grundversorgungstarif häufig teuerster am Markt

Viele Haushalte geben für den Strombezug unnötig viel Geld aus. Dies zeigen Berechnungen von TopTarif für einen dreiköpfigen Musterhaushalt, der im Jahr 3.500 Kilowattstunden Strom verbraucht. Im bundesweiten Mittel beträgt die Stromrechnung für Grundversorgungstarife derzeit rund 939 Euro im Jahr. Bei gleichem Verbrauch sind bei den preiswertesten Tarifen der Lokalversorger hingegen nur 896 Euro im Jahr zu zahlen. Fällt die Entscheidung des umziehenden Haushalts jedoch zugunsten eines alternativen Wettbewerbsangebots aus, ist eine Reduzierung der Stromkosten um durchschnittlich 140 Euro (15 Prozent) auf 799 Euro im Jahr möglich. Diese Ersparnis vergrößert sich auf durchschnittlich 250 Euro pro Jahr, wenn zudem einmalige Boni im ersten Vertragsjahr berücksichtigt werden.

 

Regional unterschiedlich hohe Einsparpotenziale

Wie eine Studie von TopTarif für verschiedene Großstädte zeigt, sind die Einsparpotenziale alternativer Angebote im Vergleich zum Grundversorgungstarif nicht in jeder Region gleich hoch. Die größten Preisunterschiede lassen sich demnach in Mainz finden. Kunden, die hier bei einem Umzug den Stromanbieter wechseln, können bis zu 237 Euro im Jahr sparen. Aber auch in Rostock, Köln, Nürnberg und Lübeck können bei einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh mehr als 170 Euro gespart werden. Die Grundversorgung in Berlin, Hamburg, Bremen, Dresden, Potsdam, Magdeburg und Halle ist hingegen etwas günstiger. Dementsprechend fällt der Preisunterschied zu günstigeren Tarifen mit weniger als 100 Euro deutlich geringer aus.

 

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