Energiepreisentwicklung 2016: Wie geht es weiter bei Strom und Gas?

Energiepreisentwicklung 2016: Strom teurer, Gas nicht billiger

Die Energiepreisentwicklung 2016 ist wenig verbraucherfreundlich. Sparen lässt sich mit einem Anbieterwechsel.

Die Preisänderungen des ersten Halbjahres 2016 sind abgeschlossen. Anhand der Preispolitik der Grundversorger wird deutlich, wie sich die Energiepreise in den Bereichen Strom und Gas weiterentwickeln werden. Eine automatische Entlastung der Haushalte ist nicht abzusehen.

Energiepreiseentwicklung 2016: Zahlreiche Änderungen in den Bereichen Strom und Gas

Seit Jahresbeginn hat ein knappes Drittel der Strom-Grundversorger die Preise erhöht. Insgesamt 239 von 834 Stromversorgern haben Preiserhöhungen von durchschnittlich drei Prozent vorgenommen. Eine geringere Zahl hat den entgegengesetzten Weg genommen: 79 Grundversorger haben die Preise um rund zwei Prozent gesenkt.

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Im Bereich Gas fielen die Preise im selben Zeitraum deutlicher. 318 von 709 Gas-Grundversorgern haben ihre Preise durchschnittlich um fünf Prozent gesenkt. Erhöht haben in dieser Zeit nur 24 Gasversorger – im Schnitt jedoch um rund vier Prozent.

Energiepreisentwicklung 2016 anhand der Durchschnittspreise für Strom und Gas

Über die durchschnittliche Entwicklung der Strom- und Gaspreise gibt der Verivox Verbraucherpreisindex Auskunft. Im Bereich Strom ist dieser Verbraucherpreisindex von Dezember 2015 bis jetzt von 1.098 Euro auf 1.113 Euro angestiegen. So viel bezahlt ein durchschnittlicher Haushalt aktuell für 4.000 kWh Strom. Insgesamt sind die Durchschnittspreise damit um 1,4 Prozent angestiegen.

Der Verivox Verbraucherpreisindex Gas weist im selben Zeitraum eine Senkung von knapp zwei Prozent aus. Ein Musterhaushalt mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 kWh bezahlte im Dezember 2015 durchschnittlich 1.276 Euro. In der Zwischenzeit ist er auf 1.252 Euro abgesunken.

Energiepreisentwicklung im zweiten Halbjahr 2016

Wie geht es weiter mit den Strom- und Gaspreisen? Für das nächste Halbjahr lässt sich das bereits abschätzen. Kurz gefasst: Automatisch wird es für private Verbraucher in keinem Fall billiger.

„Im Bereich Strom erwarten wir für private Verbraucher auch in Zukunft keine Entlastung“, sagt Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox. „Die Großhandelspreise sind zwar schon lange im Sinkflug, dafür verursachen Ausbau und Betrieb der Stromnetze zusätzliche Kosten.“

Einen noch stärkeren Verfall haben die Großhandelspreise für Erdgas hinter sich. Auf sie ist das leichte Absinken des Preisniveaus in den letzten Monaten zurückzuführen. Doch längst nicht alle Gasversorger geben diese günstigeren Einkaufskonditionen auch weiter.

„Das Absinken der Gaspreise im Großhandel kommt nicht flächendeckend und nicht automatisch bei den Verbrauchern an“, beobachtet Lengerke. „Der Spielraum, den manche Gasanbieter bei der Preisgestaltung gewonnen haben, zeigt sich jedoch bei den großen Preisunterschieden zwischen den einzelnen Versorgern.“

 

Wie sollten sich private Verbraucher angesichts dieser Energiepreisentwicklung verhalten?

Die Preise der Grundversorger ändern sich in der Regel nur im einstelligen Prozentbereich. Ein einzelner Haushalt kann die Bezugskosten für Strom und Gas aber weitaus nachhaltiger beeinflussen. Abhilfe schafft ein Wechsel des Strom- oder Gasanbieters. Wer noch in der teuren Grundversorgung ist, kann beim Strom durchschnittlich 388 Euro jährlich einsparen. Beim Gas sind es sogar 638 Euro. Auch wer bereits gewechselt hat, kann häufig günstigere Angebote finden.

 

Mit Material von Verivox

Bild © Sergej Toporkov – Fotolia.com

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