Energiewende verteuert Strom 2012: Stromversorger-Preisvergleich hilft

Stromversorger Preisvergleich

Energiewende verteuert Strom stärker als gedacht – Verbraucher können ihre Kosten durch einen Preisvergleich der Stromversorger dennoch senken.

Die Energiewende belastet private Verbraucher in Deutschland stärker als von der Politik gedacht. Dabei hatte Bundesumweltminister Norbert Röttgen noch im Juni 2011 gegenüber dem Deutschlandfunk gesagt, die Mehrbelastung für Stromverbraucher werde sich in Grenzen halten. Angesichts des Atomausstiegs gingen verschiedene Forschungsinstitute von einer Preiserhöhung im Rahmen von 0,1 bis 0,8 Cent pro Kilowattstunde aus. Ein drei- bis vierköpfiger Haushalt mit einem Stromjahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden hätte nach dieser Prognose rund 35 Euro im Jahr mehr für Strom gezahlt. Die tatsächlichen Preissteigerungen werden laut Holger Krawinkel, Energieexperte beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), aber deutlich höher ausfallen.

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Höhere Strompreise 2012 auch Politik geschuldet

Nach Aussage von Krawinkel nutzt die Politik zu wenig die Möglichkeit, die Energiewende im Kostenrahmen zu halten. Sowohl bei den Netzentgelten als auch bei der Förderung der erneuerbaren Energien ist laut dem Experten eine bessere Regulierung möglich. Gerade die Befreiung stromintensiver Konzerne von der Zahlung der Netzentgelte, die durch die sogenannte Sonderkundenumlage ab Januar 2012 ermöglicht wurde, war in den vergangenen Wochen scharf kritisiert worden.

Auf private Verbraucher kommen neben dieser Mehrbelastung auch Preissteigerungen bei zahlreichen Stromversorgern in ganz Deutschland zu. Bisher haben 139 Stromversorger angekündigt, die Strompreise zum Januar und Februar 2012 anzuheben. Im Schnitt beträgt der Preisanstieg 3,8 Prozent, in der Spitze werden sogar 14,6 Prozent mehr fällig. Dennoch sind Verbraucher den Preiserhöhungen nicht ausgeliefert – durch einen Preisvergleich lassen sich die günstigsten Stromversorger in der Region finden.

 

Stromversorger: Preisvergleich bietet Möglichkeiten für Verbraucher

Auch wenn die Energiewende steigende Stromkosten mit sich bringt, bietet der liberalisierte Strommarkt gleichzeitig Möglichkeiten, diesem Trend entgegenzuwirken. So kann jeder Haushalt in Deutschland mittlerweile zwischen etwa 100 Stromversorgern in der Region wählen. Trotzdem befinden sich viele Stromverbraucher immer noch in der Grundversorgung, dem zumeist teuersten Tarif vor Ort. Ein Preisvergleich der Stromversorger für die jeweilige Postleitzahl zeigt die individuellen Einsparpotenziale für den Verbraucher. Durch den Wechsel zu einem günstigen Stromversorger kann ein Durchschnittshaushalt nicht selten ein Drittel seiner Stromkosten einsparen.

 

Mit Material von Deutschlandfunk

Bilder © ferkelraggae, © flashpics – Fotolia.com

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