EU: Kfz-Zulassung im Ausland wird einfacher

EU will Kfz-Zulassung in den Mitgliedstaaten erleichtern

Der administrative Aufwand bei der Kfz-Zulassung soll in der EU erheblich sinken. Die EU-Kommission erhofft sich Einsparungen in Milliardenhöhe.

Die EU-Kommission will schnelle Schritte einleiten, um die Zulassung von Kfz im EU-Ausland deutlich zu erleichtern. Bisher ist die Prozedur nicht nur aufwendig und dauert bis zu fünf Wochen, sondern kostet nach Schätzungen der EU im Schnitt auch rund 400 Euro. Dabei werden jedes Jahr rund 3,5 Millionen Fahrzeuge in ein anderes EU-Land überführt und dort nach den nationalen Regeln zugelassen. Die EU-Kfz-Zulassung wird dabei vor allem durch widersprüchliche Bestimmungen in den Mitgliedsstaaten erschwert. Der bürokratische Aufwand soll nun auf der Grundlage eines von Vizepräsident Antonio Tajani vorgelegten Vorschlags deutlich reduziert werden. Damit will die EU eine Ersparnis von mindestens 1,5 Milliarden EUR im Jahr erreichen, von der Bürger, Firmen und Behörden gleichermaßen profitieren werden.

 

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Mietwagen-Preise könnten sinken

Die Kommission will mit dem Vorschlag gleich mehrere Probleme rund um die EU-Kfz-Zulassung in Angriff nehmen. Einerseits können Bürger künftig ihren durch den Arbeitgeber in einem anderen EU-Land zugelassenen Pkw ohne erneute Zulassung im Inland nutzen. Auch bei Umzügen innerhalb der EU oder beim Kauf eines Gebrauchtwagens im EU-Ausland werden die Zulassungsformalitäten deutlich reduziert. Durch die Vereinheitlichung wird es künftig auch nicht mehr möglich sein, ein gestohlenes Auto unbemerkt in einem anderen EU-Staat zuzulassen. Für Mietwagenunternehmen bringt die Neuerung ebenfalls Vorteile – zur Ferienzeit können Firmen ihre Mietwagen problemlos und ohne Zusatzkosten aus einem EU-Land in ein anderes verlegen. Wenn die Unternehmen diese Ersparnis an ihre Kunden weitergeben, kann man künftig von sinkenden Mitwagen-Preisen ausgehen.

 

Fahrzeuge EU-weit zulassen und nutzen

Auch Kommissionspräsident José Manuel Barroso beurteilte den Schritt als wichtig für einen funktionierenden Binnenmarkt. Bürger könnten dadurch Fahrzeuge EU-weit nutzen und zulassen, der administrative Aufwand sei drastisch gesenkt worden. Gerade Bürger, die einen Teil des Jahres in einem anderen EU-Land verbringen und ihr Fahrzeug immer wieder neu zulassen mussten, werden sofort entlastet. Nach dem neuen Grundsatz gilt, dass der Bürger seinen Wagen an seinem EU-Wohnsitz zulassen muss. Darüber hinaus kann er den Wagen in allen anderen Mitgliedstaaten verwenden, auch wenn der Aufenthalt länger dauert. Auch für Umzüge innerhalb der EU sieht der Entwurf eine Übergangsfrist von sechs Monaten für die Zulassung am neuen Wohnort.

 

Mit Material von EU-Kommission

Bild © Eisenhans – Fotolia.com

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