First Solar: 1.200 Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz

Solarbranche

Aufgrund der Krise in der Solarwirtschaft schließt der US-Konzern First Solar sein Werk in Frankfurt/Oder.

Die Krise in der Solarbranche bekommen nun auch die Menschen in Frankfurt an der Oder zu spüren. Der US-Konzern First Solar schließt sein dortiges Werk im vierten Quartal komplett. 1.200 Beschäftigte stehen dann auf der Straße. Zudem fallen auch zahlreiche Arbeitsplätze am Vertriebsstandort Mainz weg. Dies gab das Unternehmen am Dienstag bekannt, wie die dpa meldet. Die Aktien reagierten positiv auf den Entschluss und legten kräftig um 5,5 Prozent auf 16,714 Euro zu.

 

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First Solar: Schlechte Marktbedingungen

Konzernchef Mike Ahearn sagte in den USA dazu, die Entscheidung falle First Solar nicht leicht. Die Lage sei analysiert worden und aufgrund der schlechten Marktbedingungen in Europa sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die Produktion nicht mehr rechne. Das First-Solar-Werk in Frankfurt/Oder ist vor nicht allzu langer Zeit noch ausgebaut worden. Doch durch den Preisverfall aufgrund von billigen Solarmodulen aus China waren die Mitarbeiter bereits ab 1. März auf Kurzarbeit gesetzt worden. Zudem fielen auch Subventionen weg.

 

First Solar kündigt Sparkurs an

Auch Mainz ist von der Entscheidung von First Solar betroffen. Dort werde die Belegschaft „deutlich verkleinert“, wie es heißt. In Mainz ist der Vertrieb von First Solar beheimatet. Insgesamt fallen damit in Europa nochmals rund 150 von 175 Arbeitsplätzen weg. 2011 hatte First Solar einen Verlust von 39 Millionen Dollar (30 Millionen Euro) eingefahren und legt nun ein Sparprogramm vor. Aufgrund der Überkapazitäten werden auch mehrere andere Produktionslinien vorübergehend stillgelegt. So sind insgesamt 2.000 Beschäftigte von dem Sparkurs betroffen. Der Firmenchef von First Solar, Mike Ahearn, kündigte allerdings an, man werde die Beschäftigten fair behandeln. First Solar gehört zu den größten Unternehmen der Branche. Mehrere Konkurrenten sind bereits pleite gegangen.

 

Mit Material von dpa

Bild © Franz Metelec – Fotolia.com

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