Fukushima: Ökostrom-Run wieder abgeflaut

Interesse an Ökostrom

Das Interesse an Ökostrom erlebte nach der Reaktorkatastrophe einen regelrechten Boom – dies hielt aber nur wenige Wochen an.

Infolge des Seebebens vor der japanischen Küste ereignete sich eine der schwersten Reaktorkatastrophen seit dem Beginn der Kernenergienutzung. Dieser Tage jährt sich dieses Ereignis von Fukushima. Ökostrom war in der Zeit unmittelbar nach dem Unglück unter dem Stichwort „privater Atomausstieg“ zu einem wichtigen Thema in Deutschland geworden. Um den „grünen“ Strom kam es zu einem regelrechten Hype. Zugleich wurde umfassend debattiert, wie die Zukunft der Kernenergie aussehen sollte. Eine Untersuchung von TopTarif zeigt jedoch, dass ein Jahr nach der Katastrophe von Fukushima, Ökostrom genauso häufig nachgefragt wird wie davor.

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Fukushima: Ökostrom-Nachfrage nur kurzfristig gestiegen

Mit Blick auf die Frage, wie sich das Interesse an Ökostrom seit Fukushima entwickelte, hat TopTarif die Rechnerabfragen, die über den Stromrechner durchgeführt wurden, vor und nach dem Unglück unter die Lupe genommen. Dabei wurde deutlich, dass Ökostrom nach der Fukushima-Katastrophe einen regelrechten Boom erlebte. An der Spitze lag der Anteil derjenigen Rechnerabfragen, die sich konkret auf „grüne“ Tarife bezogen, bei fast 40 Prozent. In den Vormonaten wurde nur etwa bei jedem fünften Tarifvergleich, explizit Ökostromprodukte nachgefragt. Damit hat sich der Anteil der Ökostromanfragen in der Zeit nach dem Unglück bis etwa Ende Mai fast verdoppelt. Allerdings nahm das Interesse der Verbraucher mit Beginn der Sommerzeit wieder ab. „Seit Anfang Herbst 2011 entspricht das Vorgehen der Verbraucher bei der Suche nach Ökostromtarifen wieder weitgehend dem Verhalten von vor den Ereignissen in Fukushima“, erklärt Daniel Dodt von TopTarif.

 

Interesse an Ökostrom variiert zwischen den Bundesländern

Bundesweit hat sich zwar das Interesse an Ökostrom nach den Fukushima-Ereignissen wieder normalisiert, doch die Untersuchung förderte auch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern zutage. Während im Saarland die Verbraucher am ökoaffinsten sind und sich immerhin 34,3 Prozent der Rechneranfrage auf Ökostrom bezogen, sind es in Thüringen nur 24,2 Prozent. Aber auch die Brandenburger (23,7 Prozent) und Sachsen (23,4 Prozent) interessieren sich vergleichsweise wenig für „grünen“ Strom. Ähnlich ökostromaffin wie die Saarländer ist hingegen auch der Norden. So fragten sowohl die Bremer (32,2 Prozent) als auch die Schleswig-Holsteiner (28,2 Prozent) verhältnismäßig häufig Ökostromtarife ab.

 

Bild© dremorovich – Fotolia.com, © Anette Linnea Rasmus – Fotolia.com

 

Informationen zum Sofort-Download:

Grafik: Interesse an Ökostromtarifen: Kurzfristiges Hoch durch Atomunglück in Fukushima

Deutschlandkarte: Nachfrage nach Ökostromtarifen variiert bundesweit

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