Fusion von Telefónica O2 und HanseNet kostet 250 Arbeitsplätze

Telekommunikation

Telekombranche steht vor Umstrukturierung

Nach dem Zusammenschluss von Telefónica O2 mit dem Internet-Anbieter Hansenet sollen rund 250 von bisher 900 Beschäftigten der HanseNet-Zentrale in Hamburg ihre Arbeit verlieren. “Hamburg wird als Sitz der HanseNet-Verwaltung von dem Abbau etwas stärker als viele andere Geschäftsbereiche betroffen sein”, sagte HanseNet-Chef Lutz Schüler dem “Hamburger Abendblatt”. Vor allem in den Zentralfunktionen seien Arbeitsplätze bedroht oder müssten sich Mitarbeiter mit dem Gedanken anfreunden, zukünftig in München zu arbeiten.

Weniger Sorgen machen müssten sich die Beschäftigten mit direktem Kundenkontakt, sagte Schüler. Derzeit besitze jeder zweite Hamburger Haushalt einen DSL-Anschluss der HanseNet-Marke Alice, und diese Beziehungen sollten weiter gepflegt werden.

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Der sich neu formierende Telekom-Anbieter Telefónica O2 will insgesamt 1100 Stellen streichen. Beim Zusammenschluss mit Hansenet sollten alle Unternehmensbereiche neu organisiert werden, hatte Telefónica O2 Germany Ende der Woche in München und Hamburg mitgeteilt. Der Standort Hamburg bleibe erhalten.

Der O2-Standort Verl sowie Büros in Dortmund, Frankfurt, Hannover, Leipzig und Stuttgart werden aufgelöst. Das Ziel von 5000 Stellen im Gesamtunternehmen solle möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Firmenname bleibt Telefónica O2 Germany mit Hauptsitz in München. Die Hansenet-Marke Alice soll noch in den nächsten beiden Jahren genutzt werden. Gemessen am Umsatz entsteht den Angaben zufolge der drittgrößte Telekommunikationsanbieter in Deutschland. (dpa/dt)

Bild: © jochenL.E. – Fotolia.com

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