
Mit einer neuen Technologie soll Strom in Gas umgewandelt werden.
Nach den ersten Versuchen des Energieriesen E.ON, Strom im Gasnetz zu speichern, wagen sich nun auch andere Versorger in das Neuland „Power-to-Gas“, so ein Bericht im Handelsblatt. Bei diesem Verfahren wird Strom aus erneuerbaren Energiequellen erst per Elektrolyse in Wasserstoff und dann in Methan umgewandelt. So könnte der überschüssige Strom von Solar- und Windkraftwerken im Erdgasnetz gespeichert werden. Auch die Gaswirtschaft sieht dieses neue Geschäftsmodell positiv.
Strom optimal speichern
Es gibt erst wenige tatsächlich gebaute und geplante Anlagen, gerade weil die unausgereifte Technologie noch nicht wirtschaftlich ist, so der Geschäftsführer der Vattenfall Europe Innovation Oliver Weinmann. Trotzdem setzt auch Vattenfall mit der Beteiligung an einem Wasserstoff-Pilotprojekt langfristig auf diese Technologie. Mit ihr könnte Strom aus erneuerbaren Energiequellen gespeichert und bei Bedarf abgerufen werden. Bislang konnten aufgrund von überforderten Stromnetzen und aus Mangel an Stromspeichern große Mengen grünen Stroms nicht eingespeist werden. Der Bundesverband Windenergie schätzt den Verlust für 2010 auf 150 Gigawattstunden.
Enorme Kapazitäten vorhanden
Im Gegensatz zum häufig überlasteten Stromnetz haben die deutschen Gasspeicher und Gasleitungen noch große Kapazitäten. Der Vizepräsident des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs schätzt sie auf 23 Milliarden Kubikmeter, was 230 Terawattstunden Strom entspräche – so viel, wie Deutschland in vier Monaten pro Jahr an Strom verbraucht. Und weil der Gasmarkt sich langfristig durch Energieeinsparungen wie z. B. Dämmungen verkleinern wird, wäre diese Technologie eine innovative Option für die Gasversorger.
Mit Material von Handelsblatt
Bild ©iStockphoto.com/Luso






