Gas- und Stromnetzbetreiber wollen höhere Netzgebühren

Gas- und Stromnetzbetreiber

Gas- und Stromnetzbetreiber wollen höhere Netzgebühren gerichtlich durchsetzen.

Strom- und Gaskunden könnten in Zukunft weitere Preisanstiege bevorstehen. Derzeit wird vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf verhandelt, ob höhere Netzgebühren rechtmäßig sind. Dies fordern die Netzbetreiber, da die Durchleitungsgebühren von der Bundesnetzagentur zu niedrig veranschlagt seien. Ein Gerichtssprecher sagte, über diese Beschwerden werde am kommenden Donnerstag verhandelt, so eine Meldung der dpa. Wenn die Klage Erfolg hat, könnten fast 300 Gas- und Stromnetzbetreiber ihre Preise erhöhen.

 

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Netzgebühren: Betreiber kritisieren Bundesnetzagentur

Falls sich die Netzbetreiber vor Gericht durchsetzen, würden die steigenden Kosten den Energieversorgern in Rechnung gestellt. Diese würden dann wiederum von den Versorgern an die Kunden weitergegeben. Die Gas- und Stromnetzbetreiber kritisieren zudem die Preisindices, die von der Netzagentur verwendeten werden. Man müsse für den Neubau von Anlagen die gestiegenen Löhne des Baugewerbes stärker berücksichtigen und nicht die des produzierenden Gewerbes. Darüber hinaus bezeichnen die Netzbetreiber die von der Bundesnetzagentur genannte Kostenreduzierung aufgrund der Produktivitätsfortschritte als überschätzt. Der Vorsitzende Richter Wiegand Laubenstein hat als Gutachter Experten des Statistischen Bundesamts berufen. Das Beschwerdeverfahren am Donnerstag ist auf 19 einzelne Pilotfälle begrenzt worden. Die Entscheidung des Gerichts werde allerdings erst an einem anderen Termin verkündet.

 

Mit Material von dpa

Bild © Thorsten Schier – Fotolia.com

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