Drehen die Gaspreise bald ins Plus?

Gaspreise könnten 2018 steigen

Die Gaspreise könnten 2018 seit langem wieder etwas ansteigen.

Die Gaspreise befinden sich aktuell auf dem Stand, den sie zuletzt vor knapp zwölf Jahren hatten. Angesichts des langen Winters ist das eine gute Nachricht für alle, die mit Gas heizen. Doch auf den Großhandelsplätzen sind die Preise für Gas zuletzt deutlich gestiegen. Kommen diese Erhöhungen auch bei uns an?

Gaspreise sinken seit Jahren ununterbrochen

Ein Einfamilienhaus mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) bezahlt im bundesdeutschen Durchschnitt aktuell Heizkosten von 1.128 Euro. Pro Kilowattstunde sind das 5,64 Cent. Vor einigen Jahren sah das noch ganz anders aus. Im September 2013 lag der durchschnittliche Kilowattstundenpreis in Deutschland bei 6,84 Cent. In der Zwischenzeit sind die Gaspreise um rund 18 Prozent gefallen.

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Die Geschichte der Gaspreise in den letzten zwölf Jahren war sehr wechselhaft. Nach dem Tiefstand von 2005 ging es ebenso wie bei den Ölpreisen zu einem stetigen auf und ab. Doch in den letzten fünf Jahren gab es ausschließlich sinkende Preise.

 Wie lange sinken die Gaspreise noch?

Dass die Gaspreise auch in der kommenden Heizperiode weiter nachgeben, ist allerdings nicht sicher. Dass sich der Trend umkehren könnte, zeigt ein Jahresvergleich der Gaspreise auf der Ebene des Großhandels. Die Preise sind hier im Jahresdurchschnitt zwischen 2016 und 2017 deutlich angestiegen.

So lagen die eher kurzfristig ausgerichteten Spotmarktpreise (NCG/Gaspool/TFF) im Jahr 2016 bei rund 14,05 Euro pro Megawattstunde (MWh), im Jahr 2017 sind sie auf 17,44 Euro/MWh geklettert. Der Preisanstieg liegt hier bei deutlichen 24 Prozent.

Eine ähnliche Sprache spricht der Grenzübergangspreis, der vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhoben wird. Er lag in den ersten zehn Monaten des Jahres 2016 bei durchschnittlich 14,67 Euro/MWh. Im Jahr 2017 lagen die durchschnittlichen Preise im gleichen Zeitraum bei 16,78 Euro/MWh. Hier ist also ein Preisanstieg von 14 Prozent zu verzeichnen.

Steigenden Gaspreisen mit Preisgarantie begegnen

Kommen diese Steigerungen bei den Endkunden an? Momentan ist das noch unklar, denn in der Vergangenheit haben die Gasanbieter derartige Schwankungen durchaus selbst ausgleichen können. Die gestiegenen Kosten wirken sich dann lediglich auf ihren Gewinn aus. Nach einer so langen Zeit sinkender Preise ist es für die Gasanbieter nicht leicht, plötzlich wieder an der Preisschraube zu drehen. Denn die Kunden haben jederzeit die Möglichkeit, durch einen Gasanbieterwechsel zu einem Versorger mit günstigeren Preisen abzuwandern.

Wer so lange wie möglich auf dem aktuellen Preisniveau bleiben möchte, sollte sich einen Gasanbieter suchen, der einen guten Gaspreis mit einer möglichst langen Preisgarantie kombiniert. Wenn Sie beispielsweise zwölf Monate gültig ist, bleibt der Preis in der nächsten Heizperiode ganz sicher gleich.

 

Bild: ©iStockphoto.com/Luso

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