Gas: Versorgungssicherheit auf hohem Niveau

Gasversorgung auf hohem Niveau

Die Gasversorgung ist in diesem Jahr genau wie im letzten Jahr und in den Jahren davor auf sehr gutem Niveau.

Die Gasversorgung in Deutschland ist weiterhin sehr zuverlässig. Im vergangenen Jahr mussten Verbraucher durchschnittlich nur 1,7 Minuten auf Gas verzichten. Damit lag die Unterbrechungsdauer unter dem langjährigen Schnitt von 1,8 Minuten. Das teilte die Bundesnetzagentur in Bonn mit, die seit 2006 jährlich den sogenannten SAIDI-Wert ermittelt. Die längste Unterbrechung gab es mit 4,07 Minuten im Jahr 2007, die kürzeste mit 0,64 Minuten im Jahr 2013.

So wird die Unterbrechungsdauer ermittelt

Die rund 730 deutschen Gasnetzbetreiber melden der Bundesnetzagentur jährlich bis zum 30. April alle Versorgungsunterbrechungen des Vorjahres. Die Bundesnetzagentur errechnet im Anschluss die durchschnittliche Unterbrechungsdauer, den sogenannten SAIDI-Wert (System Average Interruption Duration Index). In die Rechnung fließen ausschließlich ungeplante Unterbrechungen ein, die auf Einwirkungen Dritter, auf Rückwirkungen aus anderen Netzen oder auf andere Störungen im Bereich des Netzbetreibers zurückzuführen sind.

  • Spare jetzt Stromkosten!



  • eigenen Verbrauch eingeben

Marktraumumstellung: Keine unangekündigten Versorgungsunterbrechungen

Etwa ein Viertel der deutschen Gaskunden wird mit sogenanntem L-Gas (Low calorific gas) versorgt. Im Vergleich zum H-Gas (High calorific gas) weist es einen geringeren Methangehalt und damit auch einen niedrigeren Brennwert auf. L-Gas kommt aus den Niederlanden und aus Deutschland.

Allerdings neigen sich die Vorkommen von L-Gas dem Ende entgegen, so dass die bundesweite Versorgung (Netz und Gasverbrauchsgeräte) bereits seit 2015 schrittweise auf H-Gas umgestellt wird. Betroffen sind Kunden in den Bundesländern Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sowie Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Hessen. Zu unangekündigten Versorgungsunterbrechungen wird es im Zuge der Marktraumumstellung aber nicht kommen.

Kosten der Umstellung werden solidarisiert

Die Mehrheit der Gasgeräte in deutschen Haushalten kann entweder nur mit L-Gas oder nur mit H-Gas betrieben werden. Technisch angepasst werden müssen daher Gasthermen und Heizkessel, gasbetriebene Herde und Kocher, Gasbrenner, Gasöfen, Gaskamine und alle anderen Geräte, die mit Gas betrieben werden.

Die Kosten, die beispielsweise für den Austausch von Brennerdüsen entstehen, muss aber kein Privathaushalt aus eigener Tasche bezahlen. Zunächst übernimmt der Betreiber des Gasversorgungsnetzes die anfallenden Kosten für die notwendigen technischen Anpassungen von Netzanschlüssen, Kundenanlagen und Verbrauchsgeräten. Über ein Umlageverfahren werden die Kosten auf alle Gaskunden in Deutschland verteilt.

Mit Material von der Bundesnetzagentur

 

Bild: © badenova AG & Co KG

keine weiteren Kommentare mglich.