Geld zurückbuchen: Fristen bei Lastschrift, Überweisung & Co.

Geld zurückbuchen: Welche Fristen müssen beachtet werden?

Bei falschen Überweisungen oder Abbuchungen das Geld zurückbuchen? – Durch das neue EU-weite SEPA-Verfahren soll das bald unnötig sein.

Es gibt viele Gründe dafür, Geld, das von dem eigenen Konto abgebucht wurde, wieder zurückbuchen zu wollen. Stimmte zum Beispiel der Betrag nicht oder waren andere Daten in der Überweisung fehlerhaft, hilft eventuell die Option der Rückbuchung. In anderen Fällen wurde durch den Begünstigten fälschlicherweise Geld abgebucht – der Kontoinhaber kann dies rückgängig machen. Doch nicht in jedem Fall ist es möglich, sein Geld zurückzubuchen, wie das Verbraucherportal test.de berichtet. Im Zuge der Vereinheitlichung des EU-weiten Zahlungsverkehrs ergeben sich für Kontoinhaber außerdem einige Neuerungen.

 

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Rückbuchung bei Überweisungen nicht möglich

Für die Geldüberweisung auf ein fremdes Konto gibt es verschiedene Möglichkeiten: Neben den zwei Varianten des Lastschriftverfahrens kann man sein Geld mittels einer Einzelüberweisung oder eines Dauerauftrags auf die Konten Dritter transferieren. Für jede Zahlungsmöglichkeit gelten andere Regelungen, wenn man sein Geld zurückbuchen möchte. So ist es bei Einzelüberweisungen generell nicht möglich, sein Geld später zurückzubuchen. Ist die Überweisung erst einmal erfolgt, kann sie in der Regel nicht rückgängig gemacht werden. Die einzige Möglichkeit, sein Geld eventuell zurückzubekommen, besteht darin, den Empfänger um eine Rückbuchung zu bitten. Bei Daueraufträgen erfolgt die Überweisung automatisch in periodischen Abständen. Der Kontoinhaber legt die Zeitabstände selbst fest und überweist so regelmäßig Geld an einen Dritten, bis er den Dauerauftrag kündigt. Änderungen der Zahlungsdaten können jedoch nur vor der Überweisung vorgenommen werden. Auch beim Dauerauftrag ist es nicht möglich, das Geld nach der Abbuchung zurückzubuchen.

 

Geld zurückbuchen: Im neuen Lastschriftverfahren unnötig

Für das Lastschriftverfahren erhält der Begünstigte die Erlaubnis, einen bestimmten Geldbetrag von einem Konto abzubuchen. Dabei gibt es zwei Varianten: Die Einzugsermächtigung gestattet es dem Begünstigten, beliebig hohe Beträge abzubuchen. Seit Juli 2012 können Kontoinhaber das Geld jedoch zurückbuchen, wenn ein falscher bzw. zu hoher Betrag abgebucht wurde. Dafür gilt eine Frist von acht Wochen ab der Buchung. Gegenüber der Bank müssen keine Gründe für die Rückbuchung angegeben werden. Die sogenannte SEPA-Lastschrift ist ein relativ neues Lastschriftverfahren, das im November 2009 durch die Umsetzung neuer Zahlungsrichtlinien in der EU eingeführt wurde. Bis zum 1. Februar 2014 soll die SEPA-Lastschrift die bisher bekannten nationalen Lastschriftverfahren ablösen. Wer Geld mittels SEPA-Verfahren überweisen will, erteilt dem Begünstigten eine Einzugsermächtigung und seiner Bank eine Genehmigung zur Buchung. Auf diese Weise sollen ungenehmigte Lastschriftbuchungen nicht mehr möglich sein. Rückbuchungen sind demnach auch nur noch unter bestimmten Bedingungen möglich.

 

Mit Material von test.de

Bild © Kaarsten – Fotolia.com

 

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