Geldanlage: 2016 ist Verbrauchern Sicherheit am wichtigsten

Geldanlage 2016: Sicherheit am wichtigsten

Die Geldanlage 2016 soll nach Ansicht der Bundesbürger vor allem eines können: Sicherheit versprechen.

Der turbulente Start der Börse 2016 hat anscheinend viele Bundesbürger verunsichert. Während im letzten Jahr Flexibilität das bestimmende Moment der Deutschen bei ihren Geldanlagen war, steht 2016 wieder die Sicherheit im Fokus. Insofern stehen Sparbücher und Lebensversicherungen wieder mehr im Zentrum. Gleichzeitig ist die Angst vor der Inflation gestiegen, die im Januar 2016 von 0,3 Prozent im auf 0,5 Prozent gestiegen ist. Die Studienergebnisse basieren auf einer forsa-Umfrage, die im Auftrag der Gothaer Asset Management AG durchgeführt wurde.

 

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Sicherheit geht vor

54 Prozent der Bundesbürger geben an, dass die Sicherheit ihrer Geldanlage 2016 im Vordergrund steht – im Vorjahr waren es nur 41 Prozent. Auf Platz zwei folgt die Flexibilität, die nur noch für knapp ein Drittel der Deutschen von Relevanz ist. Lediglich acht Prozent der Befragten ist eine möglichst hohe Rendite am wichtigsten.

Sicherheit bei Geldanlage wichtig

Die Grundhaltung nach möglichst geringem Risiko zeigt sich auch bei den bevorzugten Anlageformen. Knapp die Hälfte der Befragten setzt auf das klassische Sparbuch, obgleich hier die Zinsen verhältnismäßig niedrig ausfallen. Trotz der immer geringer werdenden Verzinsung sind Kapitallebensversicherungen ebenfalls relativ beliebt. Zugleich hat auch das Interesse an Immobilien zugenommen, die für 30 Prozent der Umfrageteilnehmer von Interesse sind.

 

Renditestarke Geldanlagen der Deutschen

Die landläufige Annahme, laut der die Deutschen nur wenig Kenntnis über Aktien und Fonds besitzen, kann die Studie indes nicht belegen. Vielmehr ist gemeinhin bekannt, dass diese Kapitalanlagen durchaus renditestarke Alternativen sind. Immerhin sehen das 28 Prozent der Befragten so. Es wundert daher wenig, dass gut 20 Prozent in Fonds und 18 Prozent direkt in Aktien investieren.

 

Aus den Ergebnissen geht weiterhin hervor, dass die Deutschen bei Fonds ihr Geld streuen. Das heißt, sie investieren in unterschiedliche Fonds, um das Risiko eines Verlustes so gering wie möglich zu halten. Christof Kessler, Vorstandssprecher der GoAM, meint: „In der Niedrigzinsphase können gerade Mischfonds die Schwankungen des Börsenmarktes über eine breite Diversifikation ausgleichen, ohne auf Rendite zu verzichten.“

 

Recht große Gewinne versprechen sich die Bundesbürger jedoch auch von Immobilien, die für 22 Prozent der Befragten als renditestarke Alternative in Frage kommen. Allerdings legt laut Umfrage gut jeder Sechste kein Geld zur Seite.

 

Angst vor Inflation

Den Ergebnissen zufolge befürchten knapp zwei Drittel einen starken Preisanstieg und eine Entwertung ihrer Geldanlagen. Im Vergleich zu 2014 ist die Verunsicherung der Anleger damit um fast 20 Prozent gestiegen. Auch ein sinkender Lebensstandard ist in allen Altersklassen eine Sorge, die aber vor allem bei den 18- bis 29-Jährigen stark ausgeprägt ist. So glauben 65 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe, dass ihre Kapitalanlagen im Alter nicht ausreichen werden, um ihren derzeitigen Lebensstandard zu halten. Auch der Zerfall der Eurozone bereitet zusehend mehr Bundesbürgern Sorge: Fast 40 Prozent äußern diese Befürchtung, während es zwei Jahre zuvor nur zehn Prozent waren.

 

 

 

Mit Material von dpa, GoAM

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