Niedrigzinsen und Inflation: Wohin mit den Ersparnissen?

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Wohin mit dem Geld? Wer Rendite möchte, muss an die Börse. Sonst frisst die Inflation das Geld.

Neben den niedrigen Zinsen macht den deutschen Sparern jetzt auch noch die Inflation zu schaffen. Nachdem die Inflationsraten in Deutschland gemessen am Verbraucherpreisindex in der ersten Jahreshälfte 2016 noch niedrig waren, zog die Teuerungsrate zum Jahresende an und erreichte im Dezember 2016 mit 1,7 Prozent den Jahreshöchststand. Laut Statistischem Bundesamt hatte es eine höhere Inflationsrate zuletzt im Juli 2013 mit 1,9 Prozent gegeben. Damit beginnen für Sparer magere Zeiten. Bisher ließen sich die Mini-Zinsen aufgrund der ebenfalls niedrigen Inflationsrate noch gerade so ertragen – es gab wenigstens keine Kaufkraftverluste. Jetzt droht Anlegern jedoch eine Negativbilanz, weil erstmals eine spürbare Inflation mit einer Nullzinsphase der EZB einhergeht.

 

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Abhilfe nicht in Sicht

Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Inflationsrate im laufenden Jahr nicht wieder sinkt – sondern im Gegenteil möglicherweise sogar noch steigt. Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet mit einer Inflationsrate von 1,3 Prozent fürs laufende Jahr und einer Rate von 1,5 Prozent fürs kommende Jahr 2018. Gleichzeitig gehen Experten derzeit nicht davon aus, dass EZB bald mit einer Leitzinserhöhung gegensteuern wird.

 

Sparer können gegensteuern

Zwar sind die deutschen Sparer die Verlierer der Nullzinspolitik in Europa, sie müssen den schleichenden Verlust ihrer Kaufkraft jedoch nicht kampflos hinnehmen. Es gibt nach wie vor Wege, allmählich Vermögen aufzubauen. Zunächst sollten sie jedoch für eine liquide Reserve sorgen. Hier empfiehlt es sich, zwei bis drei Monatsgehälter auf dem Tagesgeldkonto zu parken. Zwar kann es Sparern hier passieren, dass sie aufgrund der niedrigen Zinsen gepaart mit der hohen Inflation Geld verlieren. Dennoch ist es wichtig, Geld verfügbar zu haben, falls unerwartete Ausgaben wie kostspielige Reparaturen am Auto anstehen.

 

Wer Rendite will, muss an die Börse

Wer in der aktuellen Marktsituation sein Geld vermehren möchte, kommt um Aktien und Fonds nicht herum. Das ist natürlich mit einem höheren Risiko verbunden. Wer es sich leisten kann, lässt sich bei der Auswahl von Profis unterstützen. Wer sich das nicht leisten kann, sollte darauf achten, ein sehr übersichtliches Portfolio anzulegen. So dass auch der Otto-Normal-Sparer in der Lage ist, seine Wertpapiere ständig im Blick zu haben. Zudem ist es wichtig, einen langen Anlagehorizont zu wählen, damit mögliche Börsenverluste über die Zeit ausgeglichen werden können.

Empfehlenswert sind auch ETFs – Exchange Trades Funds – die einen Börsenindex wie zum Beispiel den DAX abbilden. Solche ETFs sind meist breit gestreut und bieten daher eine relative Sicherheit. Allerdings kann ein ETF auch an Wert verlieren, wenn der zugrunde gelegte Index im sinkt. Über einen Anlagezeitraum von mehr als fünf Jahren kann man derartige Tiefs aber einfach aussitzen.

 

Alternative Wertpapiersparplan und Gold

Vorteil Wertpapiersparplan: So ein Aktien- oder Fondsdepot lässt sich schon mit kleinen Beträgen ab 50 Euro monatlich aufbauen. Zudem sind die Gebühren bei Online-Depotbanken niedrig. Setzen Sparer hier auf dividendenstarke Aktien, können sie der Inflation ein Schnippchen schlagen. Wer sich ganz von der Börsenentwicklung abkoppeln möchte, kann auf Gold setzen. Anleger sollten dazu vor allem physisches Gold in Form von Barren oder Münzen kaufen. Gold ist knapp, ewig haltbar und wird daher nie vollständig an Wert verlieren. Ob Gold jedoch ein echtes Comeback gelingt und Sparer damit ihr Vermögen vermehren können, bleibt offen.

 

 

Mit Material von wiwo.de

 

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