
Die meisten Gratis-Girokonten müssen online geführt werden.
Nicht einmal fünf Prozent der Genossenschaftsbanken und Sparkassen bieten mindestens ein kostenfreies Girokonto an, so das Ergebnis einer aktuellen, von Finanztest durchgeführten Untersuchung deutscher Banken. Bundesweit werden 73 Girokonten angeboten, die vollständig kostenfrei sind: Als Kriterien haben die Tester hier die fehlende monatliche Grundgebühr und die kostenlose Girocard zugrunde gelegt. Auch durften keine weiteren Vorgaben wie ein monatlicher Mindesteingang bestehen. Wer sein Girokonto gratis führen möchte, muss dies in den meisten Fällen online bei Direktbanken erledigen.
Filialgeschäft auch bei Gratis-Girokonto möglich
Doch auch Bankkunden, die auf den Filialverkehr nicht verzichten wollen, können fündig werden. So bieten zum Beispiel viele regionale PSD Banken oder auch die norisbank kostenfreie Kontomodelle an. Letztere ist bundesweit mit 91 Filialen vertreten. Bei den Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken, die über ein großes Filialnetz verfügen, sind gebührenfreie Girokonten jedoch Mangelware: Bei mehr als 300 getesteten Sparkassen erfüllten lediglich 20 die Vorgaben; bei den Volks- und Raiffeisenbanken waren es 44.
Geld abheben: Gebühren beachten
Finanztest weist darauf hin, dass bei der Wahl des Girokontos auch auf die Bargeldbeschaffung geachtet werden sollte. Nicht jede Direktbank bietet ein ausreichendes Netz an Geldautomaten. Sollte das Geldabheben dann mit Gebühren verbunden sein, erlischt schließlich der Vorteil des Gratis-Girokontos. Doch auch hier gibt es Möglichkeiten, Kosten zu sparen. So bietet zum Beispiel die DKB ein kostenfreies Kontomodell, bei dem weltweit gebührenfrei an jedem Geldautomaten mit der Kreditkarte Geld abgehoben werden kann.
Mit Material von Finanztest.de
Bild © chagin – Fotolia.com






