Girokonto wechseln – drei Fragen und Antworten

Wenn die Gebühren überhand nehmen, sollten Kunden ihr Girokonto wechseln.

Wenn die Gebühren überhand nehmen, sollten Kunden ihr Girokonto wechseln.

Das anhaltende Zins-Tief veranlasst zahlreiche Banken dazu, sich andere Einnahmequellen zu erschließen. Leidtragende sind nicht selten Privatkunden mit Girokonto. Ob für Kontoführung, Überweisungen oder die Kreditkarte – die Geldinstitute drehen an der Gebührenschraube. Nicht einmal das Geldabheben an eigenen Automaten ist bei allen Banken noch kostenlos möglich. Wer damit nicht eiverstanden ist, sollte sein Girokonto wechseln.

Denn noch gibt es sie – die völlig kostenlosen Girokonten. Bei einigen Angeboten winkt sogar eine Wechselprämie. Seit einem Jahr gilt außerdem ein neues Gesetz, das den Kontowechsel deutlich vereinfacht. Wir verraten, worauf Kunden achten müssen.

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Berechnungskriterien
  • Berechnungskriterien: Festgeld

  • (min. 500,- Euro - Anlagebetrag hat Einfluss auf Höhe der Zinsen)

  • (Anlagedauer hat Einfluss auf Höhe der Zinsen)

 

Wann sollte ich mein Girokonto wechseln?

Es gibt viele gute Gründe, die für einen Kontowechsel sprechen können – der häufigste sind hohe Gebühren. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens YouGov unter 3.000 Bankkunden. Für rund die Hälfte der wechselwilligen Befragten waren niedrigere Kontogebühren bei der neuen Bank das Hauptmotiv, sich für ein neues Girokonto zu entscheiden.

Nicht immer sind sämtliche Kosten auf den ersten Blick ersichtlich. Denn nicht alle Geldhäuser erhöhen einfach transparent die allgemeinen Kontoführungsgebühren. Manche verlangen plötzlich Geld für die Girocard, das Geldabheben oder für Überweisungen und Daueraufträge. Auch eine Kreditkarte gibt es bei manchen Banken kostenlos, andere verlangen dafür teilweise hohe Gebühren – manchmal auch erst ab dem zweiten Jahr.

Nicht nur hohe Gebühren können für einen Kontowechsel sprechen. Auch hohe Dispo- und Überziehungszinsen veranlassen manch einen Bankkunden zum Kontowechsel. Unzufriedenheit mit der Beratung oder dem Filial- und Automatennetz der alten Bank sind weitere mögliche Gründe. Manchmal veranlasst auch ein Umzug den Kontowechsel.

 

Wie finde ich ein gutes neues Girokonto?

Ein neues Girokonto zu finden ist nicht schwer. Zahlreiche Angebote finden Sie in unserem Girokonto-Vergleich. Einige Direktbanken bieten noch immer dauerhaft kostenfreie Konten an.  Bei mehreren Angeboten ist auch eine kostenlose Kreditkarte enthalten. Manche Banken zahlen sogar noch Haben-Zinsen – wenn auch auf niedrigem Niveau.

Wichtiger sind niedrige Dispo-Zinsen – zumindest für alle, deren Konto durchaus gelegentlich ins Minus rutscht. Außerdem sollten Verbraucher auf ein möglichst großes Automatennetz der neuen Bank achten, damit sie jederzeit bequem an Bargeld kommen. Wer regelmäßig im Ausland unterwegs ist, sollte darauf achten, dass auch dort die kostenfreie Bargeldversorgung gewährleistet ist.

 

Wie läuft der Girokonto-Wechsel ab?

Am 18. September 2016 trat in Deutschland das neue Zahlungskontengesetz in Kraft. Seitdem sind Banken verpflichtet, Kunden beim Wechsel des Girokontos zu unterstützen. Die alte Bank muss mit der neuen zusammenarbeiten und ihr eine Übersicht aller Buchungen der letzten 13 Monate zur Verfügung stellen. Die neue Bank informiert dann die Zahlungspartner über die geänderte Bankverbindung. Das erspart wechselwilligen Bankkunden eine Menge Aufwand. Beide Banken haften für Schäden, die wegen eines fehlgeschlagenen Kontowechsels entstehen.

Trotzdem sollten Verbraucher ihr altes Konto zur Sicherheit möglichst nicht sofort kündigen. Idealerweise bleibt für eine Übergangszeit ein bisschen Guthaben auf dem alten Konto, falls doch noch einmal irgendein Zahlungspartner vom alten Konto abbucht. Noch ein Tipp: Bei manchen Online-Händlern wie Amazon oder eBay oder bei Zahlungsdienstleistern wie PayPal müssen Nutzer ihre Bankverbindung selbst in ihrem Kundenkonto ändern.

 

Mit Material von: YouGov, statista.com

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