Günstige Baukredite: Wer profitiert und wer nicht?

Günstige Baukredite vs. hohe immobilienpreise

Günstige Baukredite gibt es viele, allerdings befinden sich die Immobilienpreise auf Rekordhoch.

Eigentlich ist das aktuelle Zinsniveau ideal für Immobilienkäufer. Es war noch nie so günstig,  für den Traum vom Eigenheim einen Hauskredit aufzunehmen. Obwohl sich die Zinsen derzeit auf einem historisch niedrigen Niveau befinden, erhöhen sich die Kreditanfragen für einen Baukredit nicht. Viele Deutsche können sich die Immobilienpreise einfach nicht leisten, denn diese steigen stetig. Insbesondere im begehrten Stadtbereich bauen laut einem Bericht der Süddeutschen fast ausschließlich die Besserverdiener.

Zinsen liegen teilweise unter 1 Prozent

Es ist eine Krux. Einerseits ist die Zinssituation für Hauskäufer und Bauherren so günstig wie nie, andererseits steigen die Immobilienpreise kontinuierlich nach oben. Eine Baufinanzierung über 300.000 Euro ist heute schon unter 1.000 Euro Monatsrate zu bekommen. Dafür muss der Käufer rund 30 Prozent Eigenkapital und eine gute Bonität mitbringen. Vor 5 Jahren hätte derselbe Kredit noch über 1.000 Euro gekostet. Grundlage der Modellrechnung ist eine anfängliche Tilgung von 3 Prozent – für eine zügige Rückzahlung des Kredits.

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Berechnungskriterien
  • Berechnungskriterien: Festgeld

  • (min. 500,- Euro - Anlagebetrag hat Einfluss auf Höhe der Zinsen)

  • (Anlagedauer hat Einfluss auf Höhe der Zinsen)

Doch trotz der sinkenden Bauzinsen bleibt die Wohneigentumsquote laut der aktuellen Berichterstattung konstant.

 

44 Prozent aller Haushalte sind Wohneigentum

Deutschland bildet innerhalb der EU das Schlusslicht in Bezug auf die Wohneigentumsquote. Nach Angabe des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V.  verfügen lediglich 44 Prozent aller Haushalte über Wohneigentum. An dieser Quote ändert auch der äußerst günstige Zinssatz für Baukredite nichts. Lediglich im reichsten Fünftel der deutschen Bevölkerung findet seit 2010 eine Erhöhung der Eigentumsquote statt, doch ein großer Teil der Bevölkerung profitiert nicht vom anhaltenden Immobilienboom Deutschlands. Geringverdiener können sich die hohen Immobilienpreise einfach nicht leisten oder aber erfüllen zum Teil nicht die notwendigen Kreditvoraussetzungen.

Immobilien: Bedeutsam für Altersvorsorge und Vermögensaufbau

Wohneigentum ist gerade im Alter von großem Wert. Denn heute ist nicht absehbar, wie sich die Mieten in zwanzig oder dreißig Jahren entwickeln und welche finanziellen Belastungen gerade auf Rentner mit einer geringen Pension zukommen werden. Insbesondere in Ballungszentren und großen Städten steigen die Mietpreise schon heute im hohen Ausmaß. Das sind keine guten Prognosen. Denn immerhin gelten Immobilien nach wie vor als stabile Geldanlage und unterstützen den Vermögensaufbau. Allerdings können sich Geringverdiener kein Eigenheim leisten, so dass sich die Vermögensungleichheit zwischen arm und reich durch die unausgeglichene Verteilung der Eigentumsquote noch weiter verstärkt. Nicht nur das fehlende Geld ist ein Grund für die konstante Eigenheimquote in Deutschland, sondern auch die veränderten Lebensumstände eines Großteils der Bevölkerung.

Viele Singles, weniger Wohneigentum

In Deutschland gibt es im Vergleich zu früheren Zeiten sehr viel mehr Singlehaushalte. Ein Grund für das Stagnieren der Eigenheimquote. Denn Singles kaufen seltener Wohneigentum, solange sie keine Familie haben. Hinzu kommt, dass sie mit nur einem einzigen regelmäßigen Einkommen in der Regel nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen, um eine Immobilie kaufen zu können. Andere Faktoren wie zum Beispiel befristete Arbeitsverträge und die Zuflucht in beliebte Ballungszentren – die wiederum zu hohen Immobilienpreisen auf Grund der hohen Nachfrage führen – spielen ebenfalls eine Rolle.

Tipp: Vergleichsportale nutzen!

Wer sich überlegt, aufgrund der günstigen Zinslage ein Haus zu finanzieren, sollte vorab einen Kreditrechner verwenden. Mit diesem kostenlosen Tool kann der künftige Hausbauer schnell und einfach die Angebote der Bankanbieter überblicken, vergleichen und den für sich günstigsten Tarif auswählen.

Mit Material von süddeutsche.de

Bild: © Eisenhans / Fotolia.com

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