Guter Stromtarif gesucht – was sollte beachtet werden?

guter Stromtarif

Bei der Wahl des Stromtarifs sollten verschiedene Details beachtet werden.

Nicht zuletzt durch den Ausbau der erneuerbaren Energien gibt es derzeit viel Bewegung bei der Preisentwicklung am Energiemarkt: Stromanbieter rechtfertigen die bevorstehenden Preisrunden für ihre Produkte außerdem mit gestiegenen Beschaffungskosten und höheren Netzentgelten. Zum Jahreswechsel haben bundesweit bereits 139 Stromversorger Preiserhöhungen angekündigt. Doch Verbraucher müssen die steigenden Kosten nicht tatenlos hinnehmen, sondern können vom intensiven Wettbewerb profitieren und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Bei der Suche nach dem passenden Stromtarif gilt es jedoch, einiges zu beachten.

 

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Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist entscheidend

Ein wichtiges Merkmal für einen guten Stromtarif ist eine kurze Vertragslaufzeit. Was bei den Grundversorgern die Regel ist, wird auch von vielen alternativen Versorgern angeboten: eine vierwöchige Vertragslaufzeit. So können Verbraucher schnell auf die Preisentwicklungen reagieren. Bei verschiedenen Stromversorgern sind jedoch auch ein- oder mehrjährige Laufzeiten möglich. Vor allem bei diesen Verträgen ist die Länge der Kündigungsfrist entscheidend und sollte bei der Tarifwahl daher stets beachtet werden. Bei längeren Kündigungsfristen besteht das Risiko, die Kündigung nicht rechtzeitig einzureichen und dadurch eine Vertragsverlängerung zu bewirken. Empfehlenswert ist eine einmonatige Kündigungsfrist. Generell gilt: Je kürzer die Vertragslaufzeit und die Kündigungsfrist, desto besser der Stromtarif.

 

Preisgarantie richtig wählen

Ebenfalls vorteilhaft bei der Wahl des Stromtarifs ist eine umfangreiche Preisgarantie. Diese gewährleistet dem Verbraucher über einen festgelegten Zeitraum einen dauerhaft günstigen Preis. Je nach Anbieter und Tarif sind Preisgarantien zwischen drei und 24 Monaten erhältlich. Empfehlenswert sind Preisgarantien über einen Zeitraum von zwölf Monaten, da die Verbraucher so zum einen vor Preissteigerungen geschützt sind und zum anderen flexibel bleiben, um auf günstigere Entwicklungen auf dem Strommarkt reagieren zu können. Zu beachten ist, dass die Preisgarantie für verschiedene Komponenten des Energiepreises gelten kann – staatliche Abgaben und Steuern sind hier in der Regel ausgeschlossen. Deshalb sollten die Tarifdetails zur Preisgarantie vorab genau überprüft werden.

 

Besondere Achtsamkeit bei Vorkasse

Bei Tarifen mit Vorkasse sollten Verbraucher achtsam sein. Bei diesen Produkten zahlen Stromkunden bis zu zwölf Monate im Voraus für die Stromversorgung. Verbraucherschützer weisen daher in diesem Zusammenhang auf verschiedene Risiken hin, wie etwa die Insolvenz des Stromanbieters und der damit einhergehende Verlust der geleisteten Zahlung. Doch im Gegensatz dazu bieten die Versorger bei Stromtarifen mit Vorkasse meist günstigere Konditionen. Verbraucher sollten bei Vorkasse-Tarifen darauf achten, dass die vereinbarte Vertragslaufzeit mit einer Preisgarantie abgedeckt ist.

 

Boni und Endpreis vergleichen

Viele Versorger bieten Neukunden einen sogenannten Wechsel-Bonus, der einmalig meist am Ende der Erstvertragslaufzeit im Rahmen der Jahresabrechnung gezahlt wird. Von solchen oder anderen Boni und Rabatten sollten Stromkunden Gebrauch machen. Außerdem sollte immer der Endpreis der verschiedenen Tarife verglichen werden, d.h. bereits inklusive aller staatlichen Abgaben wie etwa Strom- und Mehrwertsteuer. So lässt sich schnell feststellen, welcher Tarif bei umfassender Leistung den besten Preis bietet. Mit Hilfe eines Vergleichsrechners lassen sich die Stromtarife übersichtlich gegenüberstellen. So lassen sich auch andere Tarifkomponenten berücksichtigen, wie etwa die Zahlweise oder der Strommix. So können sich Verbraucher beispielsweise ausschließlich Ökostrom-Tarife anzeigen lassen.

 

Bild © Eisenhans – Fotolia.com

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