Handyversicherung: Wie schützt man sich vor versteckten Fallen?

Handyversicherung: Versteckte Fallen im Überblick

Handyversicherung: Versteckte Fallen in Verträgen umgehen und das Kleingedruckte lesen.

Wenn Kunden im Laden ein neues Smartphone erwerben, wähnen findige Verkäufer häufig ihre Chance, dem glücklichen Neubesitzer auch gleich eine Handyversicherung mitzuverkaufen. Angepriesen wird diese oft als Rundum-sorglos-Paket, sie kann aber auch versteckte Fallen beinhalten, die sich erst nach einem genauen Blick ins Kleingedruckte offenbaren. Die Fachzeitschrift „Chip“ rät Interessenten deshalb dazu, vor Abschluss einer solchen Police zunächst einmal gründlich die Vertragsbedingungen zu studieren und sich nicht allein auf die Versprechungen der Verkäufer oder auf blumige Werbeanzeigen zu verlassen. Die im Versicherungsvertrag enthaltenen Leistungen fallen nämlich je nach Anbieter ganz unterschiedlich aus, wie ein Vergleich von Chip ergab.

 

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Zeitwert statt Kaufpreis: Beliebte versteckte Falle der Handyversicherungsanbieter

Bestes Beispiel für die Spannbreite beim Leistungsumfang ist unter anderem die Finanzierung eines Ersatzgerätes im Verlust- oder Schadensfall. Einige Anbieter erstatten hier nur einen nach eigenen Kriterien berechneten Zeitwert, jedoch nicht den Kaufpreis eines Neugeräts. Wie hoch der Zeitwert ausfällt, ist ganz vom Anbieter der Smartphone-Versicherung abhängig. Einer der von „Chip“ untersuchten Versicherer bspw. zahlte schon ab dem ersten Tag nach dem Kauf des Handys nur noch eine Summe von höchstens 50 Prozent des Kaufpreises. So fällt der Betrag von Anbieter zu Anbieter ganz unterschiedlich aus. Viele verfahren dabei nach dem Prinzip der laufenden Absenkung: Je älter das Smartphone ist, umso mehr reduziert sich der ausgezahlte Zeitwert.

 

Selbstbeteiligung bei Handyversicherung: Hier lauern versteckte Kosten

In puncto Selbstbeteiligung kann es für Smartphone-Käufer zu ungeahnten Kosten kommen, wenn sie zuvor keinen Blick in die AGB der Handyversicherung werfen. Bei einem guten Angebot wird bei Diebstahl, Reparatur oder Totalschaden kein Eigenanteil vom Kunden fällig. Andere Handyversicherungen setzen im Vergleich hingegen Summen zwischen 30 und 70 Euro dafür an. Einige Versicherer wiederum verlangen vom Kaufpreis einen fixen Prozentsatz als Selbstbeteiligung.

 

Diebstahlschutz: Bestimmte Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Die Klausel zum Diebstahlschutz sollten Interessenten einer Handyversicherung ganz genau lesen: Eine versteckte Falle liegt dabei nämlich darin, dass trotz des Namens nicht jede Art des Diebstahls abgesichert ist. Bei allen überprüften Handyversicherungen greift der Versicherungsschutz nur dann uneingeschränkt, wenn das versicherte Smartphone aus einer geschlossenen Handtasche, Jackeninnen- oder Hosentasche entwendet wird.

Die gute Nachricht zum Schluss: Die Länge das Kleingedruckten lag bei allen Versicherern im Vergleich bei ein bis vier Seiten.

 

Mit Material von dpa

Bild © Falko Matte – Fotolia.com

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