Welche Bundesländer verbrauchen am meisten Haushaltsstrom?

Haushaltsstromverbrauch pro Bundesland

Wie sieht der Haushaltsstromverbrauch in den einzelnen Bundesländern aus?

Im gesamten deutschen Bundesgebiet werden pro Jahr knapp 136 Terawattstunden (TWh) Strom in Haushalten verbraucht. In Kilowattstunden sind das: 136 Milliarden. Das entspricht rund einem Drittel des landesweiten Stromverbrauchs. Der Rest fällt in der Industrie, dem Gewerbe und im Verkehr an.

 

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Der Stromverbrauch im Haushalt: Die Bundesländer im Überblick

Der größte Haushaltsstromverbrauch fällt natürlich in den Bundesländern an, in denen die meisten Menschen wohnen. Daher stehen Nordrhein-Westfalen mit 29 Terawattstunden und Bayern mit rund 21 Terawattstunden ganz oben. Den niedrigsten Haushaltsstromverbrauch hat die Hansestadt Bremen (1,1 TWh) und das Saarland (1,7 TWh). Berlin als größte Stadt Deutschlands kommt auf stolze 6 Terawattstunden – hier verbrauchen die Haushalte fast so viel, wie alle Haushalte in Rheinland-Pfalz zusammen (6,6 TWh).

 

Stromverbrauch pro Kopf pro Bundesland spricht eine andere Sprache

 

Die Rangliste der Bundesländer verändert sich deutlich, wenn der Haushaltsstromverbrauch pro Kopf berechnet wird. Dann steht plötzlich Mecklenburg-Vorpommern mit 1785 kWh pro Person ganz oben, gefolgt von Sachsen und Sachsen-Anhalt (je 1781 kWh). Darauf folgen Berlin (1775 kWh), Thüringen (1754 kWh), Bremen (1746 kWh) und Brandenburg (1736 kWh). Am wenigsten Verbrauchen die Einwohner von Baden-Württemberg (1633 kWh) und Bayern (1653 kWh). Darauf folgen Rheinland-Pfalz (1655 kWh), Niedersachsen (1656 kWh) und Hessen (1662 kWh).

 

Warum gibt es diese Unterschiede zwischen den Bundesländern?

 

Dafür kann es mehrere Gründe geben. Ganz wichtig ist, dass die durchschnittliche Haushaltsgröße in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen größer ist als im Rest von Deutschland. Der Durchschnitt der Personen pro Haushalt liegt hier jeweils leicht über zwei. In den meisten anderen Bundesländern liegt er leicht oder deutlich unter zwei, der bundesweite Durchschnitt beträgt 1,97. Wer gemeinsam lebt, kann den Stromverbrauch deutlich senken, beispielsweise durch die gemeinsame Benutzung des Kühlschranks, des Fernsehers oder des Computers. Daher verbraucht ein Drei-Personen-Haushalt in etwa so viel Strom wie zwei Single-Haushalte.

 

Ein weiterer Grund ist die Anzahl der Erwerbstätigen im jeweiligen Bundesland. Denn wer tagsüber auf der Arbeit ist, verbraucht zuhause natürlich weniger Strom. Wo es viele Rentner und Arbeitslose gibt, ist der Haushaltsstromverbrauch pro Kopf deshalb entsprechend höher. Letztendlich hat noch die Ausstattung mit Elektrogeräten einen Einfluss. Wer viele hat, verbraucht auf der einen Seite mehr Strom. Doch moderne Geräte sind oft viel energieeffizienter als alte und können diesen Effekt auch wieder aufheben.

 

Wie viel Strom verbraucht dein Haushalt?

 

Obwohl die Höhe des jährlichen Stromverbrauchs einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Stromrechnung hat, wissen viele Menschen nicht, wie viel sie eigentlich verbrauchen. Wer sein Gedächtnis auffrischen will, kann die letzte Stromrechnung zur Hand nehmen – dort ist der Wert in kWh notiert. Bei der Gelegenheit bietet sich auch die Suche nach einem günstigeren Anbieter an.

 

 

Bild: © Thorsten Schier – Fotolia.com

Mit Material von Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Verivox

 

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