Heizkosten 2016: Mehrkosten für Gaskunden, Entlastung für Ölkunden

Heizkosten 2016 unterschiedlich für Gas und Öl

Die Heizkosten 2016 sind für Gaskunden gestiegen, für Personen mit Heizöl dagegen leicht gesunken.

Im vergangenen Jahr mussten deutschen Haushalte mehr heizen als noch 2015. Der Heizbedarf stieg um rund 11 Prozent. Doch nicht alle Verbraucher mussten auch mehr bezahlen.

 

  • Spare jetzt Stromkosten!



  • eigenen Verbrauch eingeben

Gaskunden zahlten mehr für die warme Wohnung

Ein Vierpersonenhaushalt, der mit Gas heizt, zahlte in den Wintermonaten des Jahres 2016 durchschnittlich 1.014 Euro und damit 40 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Das entspricht einer Kostensteigerung von knapp 4 Prozent. Zwar sank im gleichen Zeitraum der Gaspreis um 6,2 Prozent. Die Mehrkosten, die aufgrund des höheren Gasverbrauchs entstanden sind, konnte das sinkende Preisniveau aber nicht auffangen.

 

Sinkende Heizkosten für Ölkunden

2016 waren Kunden klar im Vorteil, die mit Öl heizten. Ihre Rechnung belief sich durchschnittlich auf 796 Euro. 2015 waren es noch 835 Euro. Damit hat sich das Heizen mit Öl unterm Strich um 5 Prozent verbilligt.

Die Heizölpreise folgen tendenziell der Entwicklung der Rohölpreise. Die für Europa wichtige Rohölsorte Brent verbilligte sich 2015 um gut ein Drittel. Zwar folgte darauf ein kontinuierlicher Preisanstieg – im Laufe des vergangenen Jahres um rund 50 Prozent. Dennoch lag der Brent-Preis im Jahresmittel noch gut 16 Prozent zurück. So sind trotz steigender Ölpreise die Kosten für Heizöl im vergangenen Jahr unter dem Strich gesunken.

 

Im direkten Preisvergleich war Öl 2016 rund 27 Prozent günstiger als Gas. Lange war es umgekehrt und das Heizen mit Öl zum Teil deutlich teurer als das Heizen mit Gas – 2013 um rund ein Viertel.

 

Ausblick für 2017

In 2017 könnte sich das Blatt wenden. Die Gaspreise befinden sich auf einem 10-Jahrestief und der Ölpreis ist Anfang Dezember wieder auf über 53 US-Dollar je Barrel geklettert. Experten meinen, dass die Ende letzten Jahres beschlossenen Förderkürzungen der Öl exportierenden Länder (OPEC) langsam wirken. Allerdings wird es wohl noch wenige Monate brauchen, bis der Ölpreis die 60 US-Dollar erreicht.

Wer Heizöl nutzt, sollte sich dennoch überlegen, frühzeitig für den kommenden Winter zu kaufen. Denn zeigen andere Öl produzierende Staaten wie die USA und Russland genauso Disziplin wie die OPEC, kann der Preis auch früher über 60 Dollar steigen. Wobei mittelfristig auch ein schwacher US-Dollar für einen leichten Anstieg sorgen kann.

 

Bild © Digitalpress – Fotolia.com

keine weiteren Kommentare mglich.