Heizkosten 2017: Gaskunden kommen günstiger weg

Die Heizkosten 2017 sind nur für Heizöl-Kunden gestiegen

Wer mit Gas heizt, konnte seine Heizkosten 2017 drücken.

Gute Nachrichten für Verbraucher: Im vergangenen Jahr musste weniger Energie verheizt werden als 2016. Doch nicht alle Verbraucher konnten sparen: Während sich die Rechnung der Gaskunden um rund 10 Prozent verbilligte, stieg die der Heizölkunden um 16,5 Prozent.

Ölrechnung verteuert sich deutlich

In den Wintermonaten 2017 ist der Heizbedarf im Vergleich zum vorangegangen Jahr um fünf Prozent gesunken – dabei fielen besonders die Monate März und Oktober milder aus. Was die Kosten angeht, zahlten Öl- und Gaskunden unterm Strich etwa gleich viel. Für einen drei- bis vierköpfigen Musterhaushalt in einem freistehenden Einfamilienhaus wurden für die Gasheizung durchschnittlich 913 Euro fällig. Das Heizen mit Öl schlug im Schnitt mit 927 Euro zu Buche. Auf Jahressicht hat sich das Heizen mit Gas um 10 Prozent verbilligt, das Heizen mit Öl hat sich im gleichen Zeitraum um 16,5 Prozent verteuert.

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Grund war vor allem die Entwicklung der Ölpreise, der die Heizölpreise tendenziell folgen. Die für Europa maßgebende Nordseesorte Brent hat sich im Jahresverlauf um 20 Prozent verteuert. Ein Bündnis aus Opec-Staaten und anderen Förderländern hatte zu Beginn des Jahres 2017 ein Produktionslimit vereinbart mit dem Ziel, Öl zu verknappen und so die Preise zu treiben. Zudem stieg die weltweite Nachfrage. Gas hat sich im selben Zeitraum leicht verbilligt. Der Verivox-Verbraucherpreisindex Gas steht aktuell bei 5,75 Cent/kWh im Vergleich zu 5,80 Cent/kWh vor 12 Monaten. Das entspricht einem Rückgang von 0,9 Prozent.

Methodik

Die Temperaturunterschiede wurden anhand der Gradtagszahlen des Deutschen Wetterdienstes berechnet. Die Gaspreise entsprechen dem Verivox-Verbraucherpreisindex Gas. Die Heizölpreise wurden vom Statistischen Bundesamt übernommen.

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