Heizperiode beginnt: Gaspreise sinken

Mit Beginn der Heizsaison sinken die Gaspreise

Die Heizsaison hat begonnen und die Gaspreise sinken. Das ist ein guter Zeitpunkt, um den Gasanbieter zu wechseln.

Der Sommer ist vorbei und bald ist es wieder Zeit für die Heizung. Wer eine Gasheizung hat, kann sich über sinkende Preise freuen. Doch die kommen nicht automatisch an. Daher ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich nach einem günstigen Gastarif umzuschauen.

 

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Gaspreise sinken wegen weltweitem Überangebot

Ähnlich wie beim Rohöl herrscht derzeit ein globales Überangebot an Erdgas. Die Gründe dafür sind die lahmende Weltwirtschaft und die großen Fördermengen der exportierenden Länder. Diese Entwicklung macht auch an den deutschen Grenzen nicht halt. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ermittelt regelmäßig den Grenzübergangspreis von Erdgas in Deutschland. Ein Terajoule Erdgas, das entspricht etwa 278 Megawattstunden oder dem Heizbedarf von 14 Einfamilienhäusern, kostete dort im Juli 2014 noch 5.709 Euro. Zwei Jahre später, im Juli 2016, ist der Preis um 30 Prozent auf 3.990 Euro gesunken. Die gleiche Preisentwicklung zeigt sich auch bei den Gaspreisen an den Spotmärkten. Hier sind laut Statistischem Bundesamt die Preise um rund 22 Prozent gesunken.

 

Niedrige Gaspreise im Großhandel kommen nur teilweise an

Die Preissenkung im Großhandel bedeutet jedoch nicht, dass für die Verbraucher das Heizen in diesem Jahr um ein Drittel billiger wird. Denn die fallenden Preise kommen nur teilweise an. Die Gründe dafür sind die Netzgebühren und die Preispolitik des jeweiligen Gasversorgers. Im Jahr 2016 haben bisher 464 von 698 Gas-Grundversorgern Preissenkungen von rund 6 Prozent angekündigt. 32 Grundversorger gehen sogar den entgegengesetzten Weg und haben Preiserhöhungen von rund 4 Prozent durchgesetzt.

 

Im Herbst hat sich dieser Trend verfestigt. Für September, Oktober und November diesen Jahres haben 83 Versorger Preissenkungen von 7 Prozent und vier Gasanbieter Preiserhöhungen von 4 Prozent angekündigt. Je nachdem, von welchem Versorger man beliefert wird, können sich die jährlichen Heizkosten sogar erhöhen. Doch diese hohen Preise muss niemand einfach so hinnehmen.

 

Unterschiede zwischen den Gaspreisen werden immer größer

Da sich Verbraucher seit rund zehn Jahren frei für einen Gasanbieter entscheiden können, herrscht auf dem Gasmarkt ein harter Preiskampf. Die Gasversorger versuchen sich gegenseitig zu unterbieten und Neukunden zu gewinnen. Das wird deutlich am Unterschied zwischen Grundversorgungstarif und dem günstigsten verfügbaren Angebot. Im bundesweiten Durchschnitt kosten 20.000 kWh Gas im Grundversorgungstarif aktuell 1.460 Euro. Die gleiche Menge Gas ist im günstigsten verfügbaren Angebot für nur 788 Euro zu haben. Der Preisunterschied beträgt damit 46 Prozent oder 672 Euro. Wer sich also noch nie um einen günstigeren Gasanbieter gekümmert hat, kann die jährlichen Heizkosten durch einen Wechsel möglicherweise glatt halbieren. Diese Gelegenheit sollte sich niemand entgehen lassen.

 

Mit Material von Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Statistisches Bundesamt

Bild © Digitalpress – Fotolia.com

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