
Holzpelletheizungen ermöglichen eine zentrale Beheizung ganzer Häuser, wobei nur geringe Mengen CO2 freigesetzt werden.
Umweltfreundlich und effizient mit Holz heizen ist möglich. Dabei geht es nicht um ein klassisches Kaminfeuer, sondern um eine innovative Technologie, bei der Holzpellets, also gepresste Hobel- oder Sägemehlspäne, in einem Spezialkessel verbrannt werden. Mit der entstehenden Energie kann ein ganzes Haus zentral beheizt werden. Das unkomplizierte, noch relativ neue Heizsystem macht den klassischen Heizungssystemen wie Öl und Gas mittlerweile zunehmend Konkurrenz. Denn bei Holz handelt es sich, anders als bei Öl oder Gas, um einen regenerativen Rohstoff. Zudem wird nur eine geringe Menge Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt, nämlich die Menge, die das Holz zuvor selbst aufgenommen hat. Lediglich für das Pressen der Holzpellets wird zusätzliche Energie benötigt, die etwa drei Prozent der anschließend gewonnenen Energie ausmacht.
Heizungssystem Holzpellets: Anforderungen und Vorteile
Wer sich für eine Holzpelletheizung entscheidet, benötigt in erster Linie einen Ort für die Lagerung der Pressspäne. Gesetzliche Vorgeben für die Beschaffenheit des Raumes gibt es bis zu einem Lagervolumen von 15 Tonnen nicht. Allerdings sollte die Pellets nicht feucht werden, da sie sonst zum heizen nicht mehr geeignet sind. Der Lagerraum sollte möglichst frei von Wasserleitungen sein, damit auch im Falle eines Wasserrohrbruchs die Pellets nicht nass werden. Auch Elektroleitungen sollten aufgrund der erhöhten Explosionsgefahr bestenfalls nicht durch den Raum führen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können die Holzpellets mit einem Tankwagen direkt ins Haus geliefert werden. Von Vorteil ist hierbei, dass der Hausbesitzer nicht an einen Lieferanten gebunden ist und so von einer großen Unabhängigkeit profitieren kann.
Holzpellets und der richtige Kessel
Herzstück der Holzpelletheizungen ist der Brennkessel. Bei modernen Kesseln ist nicht nur eine automatische Befüllung möglich, sonder auch eine Verdichtung der ohnehin nur geringen Menge anfallender Asche. Daneben lohnt sich auch die Anschaffung eines Kessels mit integrierter Reinigungsfunktion. Ist diese Reinigungsfunktion nicht enthalten, sollten einmal in der Woche die entstandenen Flugascheablagerungen entfernt werden. Die Anschaffungspreise für Holzpelletkessel liegen derzeit noch über den Preisen für Öl- oder Gaskessel. Für die Umrüstung bestehender Gebäude können jedoch staatliche Förderungen in Anspruch genommen werden und auch für Neubauten gibt es Förderungen – zum Beispiel von der Kreditanstalt für Wideraufbau (KfW)
Mit Material von Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (bafa.de), Stiftung Warentest
Bild © Gerhard Seybert – Fotolia.com
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