Helau und Alaaf: Wichtige Versicherungen zum Karneval

Versicherung: Karneval richtig absichern

Welche Versicherung Karneval zum sicheren Vergnügen macht, verrät der Bund der Versicherten.

Am kommenden Montag ist Rosenmontag und die fünfte Jahreszeit erreicht ihren Höhenpunkt. Nicht nur in Köln sind dann die Karnevalsumzüge unterwegs, auch in immer mehr Teilen der Bundesrepublik wird ausgelassen Fasching gefeiert. Fliegende Kamellen, rutschige Fußböden und große Menschenmengen, all das gepaart mit reichlich Alkohol – da ist jeder Feierende froh, wenn er das närrische Treiben unfallfrei überstanden hat. Da es trotzdem immer wieder zu Schadensfällen während der Karnevalszeit kommt, bieten einige Versicherer spezielle Policen für die jecke Zeit an. Doch welche Versicherung Karnevalisten wirklich brauchen, verrät Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BDV).

 

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Kurzzeitversicherung zu Karneval unverhältnismäßig teuer

Bei den erwähnten speziellen Karnevalsversicherungen handelt es sich um sogenannte Kurzzeitpolicen. Diese sichern Kunden nur gegen Unfälle während der Karnevalstage ab. BDV-Expertin Boss rät jedoch vom Abschluss eines solchen kurzfristigen Vertrages ab. Das Preis-Leistungs-Verhältnis fiele bei solchen Versicherungen nämlich meist zu Ungunsten des Versicherten aus.

 

Versicherungen für das ganze Jahr wählen

Empfehlenswert sei stattdessen der Abschluss zweier Versicherungen, die nicht nur zur Karnevalszeit, sondern das ganze Jahr über greifen. Außerdem sollten die Policen individuell auf den Versicherungsnehmer abgestimmt sein. Was jeder braucht, egal ob Karnevalist oder nicht: eine Privathaftpflichtversicherung. Diese leistet bei Sach- und Personenschäden, die der Versicherte verursacht. Lohnenswert für die Karnevalszeit sei außerdem eine private Unfallversicherung, die auch vor und nach den Faschingstagen Schutz bietet, wenn der Versicherungsnehmer dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten hat.

Bei Bedarf kann man auch noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Damit ist der Worst Case versichert: Durch einen Unfall oder eine Krankheit kann man seinem Beruf nicht mehr nachgehen.

 

Alkoholkonsum gefährdet Versicherungsschutz

Wenn zu viel Alkohol fließt – und zwar nicht nur an Fasching –, kann das im Schadensfall unangenehme Folgen für den Versicherungsschutz haben, warnen BDV und GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft). Bei übermäßigem Konsum haftet die private Unfallversicherung unter Umständen nicht. Da gilt in aller Regel der Grundsatz: Der Versicherungsschutz entfällt, wenn dem Unfall eine Bewusstseinsstörung zugrunde liegt. „Diese kann beispielsweise nach ausgiebigem Alkoholkonsum vorliegen, wenn die versicherte Person in ihrer Aufnahme- und Reaktionsfähigkeit stark beeinträchtigt ist.“, so Hasso Suliak vom GDV.

Bei der privaten Haftpflichtversicherung gestaltet sich die Regelung anders: Ist ein Schaden auf eine grobe Fahrlässigkeit durch den Versicherten zurückzuführen, springt die Privathaftpflicht dennoch dafür ein, erläutert Boss. Grobe Fahrlässigkeit läge etwa dann vor, wenn der Schadenverursacher zum fraglichen Zeitpunkt stark alkoholisiert war.

 

Mit Material von dpa

Bild © MLoiselle – Fotolia.com

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