Immobilienmarkt: Berliner Wohnungen immer interessanter für Anleger

Berlin

Berliner Immobilien sind weltweit als Anlage sehr begehrt. Experten sehen die Gefahr einer Immobilienblase als gering an.

Der Immobilienmarkt in Berlin entwickelt sich offenbar immer stärker zu einem begehrten Feld für Kapitalanleger. Hinter diesem Trend stecken zum Großteil Anleger aus dem Ausland. Was für Berliner auf Wohnungssuche mehr als ärgerlich ist, ist für Immobilieninvestoren ein Grund zur Freude: Innerhalb eines Jahres ist die Durchschnittsmiete in Berlin um knapp acht Prozent auf 6,59 Euro pro Quadratmeter angewachsen. Die Steigerungsrate von 4,5 Prozent aus dem Jahr 2010 wurde damit noch einmal übertroffen, wie das Wohnungsunternehmen GSW und die Beratungsgesellschaft CBRE in ihrem neuen Wohnmarktreport darlegen.

 

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Auch Privatanleger greifen zu

Doch nicht nur Konzerne wollen am Berliner Wohnungsmarkt verdienen, sondern auch immer mehr Privatanleger – und davon viele aus dem Ausland. Die Zahl der Wohnungsverkäufe konnte der für die GSW tätige Wohnungsprivatisierer Accentro im letzten Jahr um 64 Prozent steigern. In ganz Berlin stieg der Umsatz mit Eigentumswohnungen in demselben Jahr um 20 Prozent. Die Gründe für diesen Boom hat der Bewertungsspezialist bei CBRE, Michael Schlatterer, analysiert. Seiner Ansicht nach ist der Anstieg der Mieten nicht der einzige Grund für die Investoren, in der Bundeshauptstadt zuzuschlagen. Berlin sei international sehr begehrt und die Möglichkeit, hohe Renditen zu erzielen, höher als beispielsweise in München. Berlin ist insgesamt der „mit Abstand wichtigste Markt für Wohnimmobilien in Europa“, führt Schlatterer aus.

 

Mietpreise könnten wieder fallen

Langfristig gesehen könnten die Mieten in Berlin allerdings wieder fallen, sagt Roman Heidrich, Bewerter bei Jones Lang Lasalle. Deshalb sollten sich die Kapitalanleger nicht darauf verlassen, dass der Aufwärtstrend anhält. So sei für das laufende Jahr nur noch eine Mietsteigerung von drei bis vier Prozent zu erwarten, betont Harald Simons vom Beratungsinstitut Empirica. Zudem wird das Wohnungsangebot in Zukunft auch wieder größer. In den letzten Jahren war die Bautätigkeit recht gering. Dies ändert sich nun und nicht nur Reihenhäuser oder Eigentumswohnungen, sondern auch Mietwohnungen werden neu errichtet.

 

Wohnungsmarktblase nicht erkennbar

Einig sind sich die Experten darin, dass sich auf dem Berliner Wohnungsmarkt keine Blase andeute. Typische Anzeichen, wie ein sprunghafter Preisanstieg, seien in der Bundeshauptstadt nicht zu erkennen. Deswegen ist Lasalle zufolge nicht mit einem Einbrechen der Kaufpreise zu rechnen. Dieser Optimismus stützt sich auch darauf, dass die Nachfrage nach Wohnungen deutlich das Angebot überschreite. Als Folge sei der Wohnungsleerstand auf etwa drei Prozent gesunken. Die Zahl der Haushalte werde in Zukunft zudem stärker steigen, als die Zahl der neu errichteten Wohnungen. Im Berliner Immobilienmarkt steckt nach Expertensicht noch viel Potential.

 

Mit Material von Handelsblatt

Bild © Eisenhans – Fotolia.com

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