Insolvenzversicherung für Reiseveranstalter – Zahlung auch im Betrugsfall

Insolvenzversicherung für Reiseveranstalter

Insolvenzversicherung greift, wenn der Flieger nicht mehr abhebt.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) stärkt durch ein aktuelles Urteil die Rechte von Urlaubern im Fall einer Veranstalter-Pleite. Demnach können Reisende die Erstattung des Reisepreises vom Versicherer verlangen, auch wenn es sich seitens des Veranstalters um einen Betrug handelt. Seit 1994 ist der Abschluss einer Insolvenzversicherung für Reiseveranstalter verpflichtend. Bei jeder Buchung muss der Reiseanbieter den Kunden einen entsprechenden Reisesicherungsschein aushändigen. Im Fall der Zahlungsunfähigkeit muss die Versicherung einspringen, unabhängig von der Ursache der Insolvenz.

 

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Insolvenzversicherung: Reisesicherungsschein für Urlauber

Im betreffenden Fall klagte ein Hamburger Ehepaar, welches eine Pauschalreise buchte. Doch der Veranstalter hatte nicht die Absicht, die Reise stattfinden zu lassen, sondern nutzte das Geld für andere Zwecke. Noch vor dem eigentlichen Reisebeginn meldete der Veranstalter Insolvenz an und der geplante Urlaub fiel aus. Der Veranstalter hatte jedoch eine Insolvenzversicherung bei der Hanse Merkur Versicherung abgeschlossen. Das geschädigte Ehepaar erhielt vom Unternehmen einen entsprechenden Reisesicherungsschein, welchen es beim Versicherer vorlegte. Dieser wollte nicht zahlen, da es sich um einen Betrug handle. Der EuGH entschied jedoch zugunsten der Kläger.

 

Insolvenzversicherung nur für Paketreisen

Die Insolvenzversicherung für Reiseveranstalter deckt neben den ausgefallenen Reisekosten auch die Ausgaben einer unvorhergesehenen Rückreise für den Fall, dass der Veranstalter während der Reise zahlungsunfähig wird. Allerdings greift die Pflichtversicherung nur bei sogenannten Paketreisen, d. h. wenn das Angebot mindestens zwei Einzelleistungen verbindet wie zum Beispiel Hotel und Flug.

 

Mit Material von Stiftung Warentest

Bild © arquiplay77 – Fotolia.com

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