Gleiche Stadt, unterschiedlicher Preis – Wenn die Postleitzahl entscheidet

Kfz-Beitrag nach Postleitzahl berechnen

Viele Versicherer gehen dazu über, den Kfz-Beitrag nicht mehr nach der Regionalklasse zu berechnen, sondern nach der Postleitzahl.

Für gewöhnlich werden die Fahrzeuge in sogenannte Regionalklassen eingestuft. Diese beeinflussen den Preis der Kfz-Versicherung spiegeln die Schadenhäufigkeit in einer Region wider: Je höher sie sind, desto teuer ist die Versicherung fürs Auto. Viele Anbieter haben sich entschieden, die Postleitzahl für die Berechnung heranzuziehen. Die Folge: Straßen, die durch mehrere Postleitzahlen-Gebiete führen, sind für Autofahrer unterschiedlich teuer – bis zu fünf Prozent. Innerhalb der Stadt kann sie sogar bis zu 26 Prozent betragen.

 

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Genaue Berechnung durch Postleitzahl

Nicht nur die Mieten sind in den Stadteilen von Berlin unterschiedlich, auch die Kfz-Prämien unterscheiden sich. Eine Auswertung für die Bundeshauptstadt zeigt: In der Modellrechnung* lag die Differenz zwischen günstigsten und teuersten Kfz-Beitrag bei bis zu 170 Euro. In Charlottenburg bezahlt der Kfz-Halter für seine Versicherung mit 648,59 Euro pro Jahr am meisten. Bei einem Umzug in den Nordosten nach Blankenburg würde sich sein Beitrag auf 479,93 Euro jährlich verringern – das sind 26 Prozent weniger.

 

Berlin hat viele Straßen und ist flächenmäßig die größte Stadt in Deutschland. Folglich verlaufen wichtige Verkehrsadern durch mehrere Postleitzahlengebiete. Der Modellfahrer* zahlt für seinen 3er BMW in der Landsberger Allee im Berliner Stadtteil Friedrichshain jährlich 592,74 Euro. Für das gleiche Fahrzeug müsste der Halter etwas stadtauswärts in Marzahn nur 561,42 Euro pro Jahr bezahlen – eine Differenz von 31 Euro oder fünf Prozent.

Tarifierung nach Postleitzahl

Tarifierung nach Postleitzahl

Im Zentrum kracht’s häufiger

Wer im Zentrum wohnt, sollte nicht nur genügend Kleingeld für die Wohnung haben, sondern auch für die Kfz-Versicherung. Denn hier passieren häufiger Unfälle als in den Randbezirken von Berlin. Geschuldet ist das dem hohen Verkehrsaufkommen. Das bedeutet für die Versicherer eine erhöhte Anzahl an Schäden, für die sie aufkommen müssen. Folglich kalkulieren sie für diese Postleitzahlen einen höheren Beitrag.

 

Was den Kfz-Beitrag noch beeinflusst

Über 20 Faktoren beeinflussen den Kfz-Beitrag, dazu zählen u.a.:

 

  • Typklasse (Je häufiger ein Auto gestohlen wird oder in Unfälle verwickelt ist, desto höher)
  • beruflicher Status (Beamter, Angestellter etc.)
  • Schadenfreiheitsklasse
  • jährliche Fahrleistung (Wie viele Kilometer fahre ich mit dem Auto im Jahr?),
  • Fahrerkreis (das volljährige Kind, der Lebenspartner bzw. Ehegatte)
  • Zahlweise (monatlich, quartalsweise oder jährlich)

 

Fahrer sollten mindestens einmal im Jahr ihre Angaben prüfen, dadurch können sie teilweise ordentlich sparen:

 

  • Laufleistung: Wer weniger fährt, zahlt auch weniger, bis zu 15 % (10.000 km statt 20.000 km)
  • Fahrerkreis: Fährt das 18-Jährige Kind noch mit dem Familienwagen? Wenn nicht, kann sich Beitrag sogar halbieren
  • Zahlweise: Den Betrag jährlich zu zahlen, spart bis zu 8 % gegenüber mtl. Zahlung

 

Kampf um Kunden im Herbst

Gerade im Oktober und November werben die Kfz-Versicherer wieder verstärkt um die Gunst der Kunden. Deshalb drehen Sie an der Preis- und Tarifschraube und schnüren leistungsstarke Angebote zu attraktiven Preise. Um sich einen Überblick zu verschaffen, sollten Verbraucher daher unbedingt die Tarife vergleichen. Wer sich für den Basis-Tarif entscheidet, solltet auf drei Punkte achten, die zum Standard-Schutz gehören:

 

  • Pauschale Deckungssumme: Eine pauschale Versicherungssumme von 100 Millionen Euro ist empfehlenswert. Gerade bei Personenschäden kann die Summe in ungeahnte Höhen steigen.

 

  • Grobe Fahrlässigkeit: Wer eine rote Ampel überfährt und dann einen Unfall baut, dem zahlt die Versicherung nur dann, wenn die Kaskoversicherung Schäden durch grobe Fahrlässigkeit mit abdeckt.

 

  • Erweiterter Wildtierschutz: Kommt es zur Kollision mit einem Reh, zahlt die Versicherung in der Regel. Läuft jedoch ein Hund vors Auto, ist man nur mit einem erweiterten Wildtierschutz abgesichert.

 

 

 

Bild: © Manfred Steinbach – Fotolia.com

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