Kfz-Versicherung: Preiserhöhung nicht immer gleich ersichtlich

Kfz-Versicherung: Preiserhöhung

Dass die Kfz-Versicherung mehr Geld verlangt, ist manchmal nicht sofort ersichtlich.

In diesen Tagen werden zahlreiche Autofahrer in Deutschland von ihrer Kfz-Versicherung über die Beitragsberechnung für 2012 informiert. Dabei erhält der Brief unter Umständen nicht nur gute Nachrichten. Denn nach einem harten Preiskampf in der Kfz-Versicherung heben die Versicherer das erste Mal seit sieben Jahren die Preise an. Zwar haben Fahrzeughalter bei Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht, jedoch ist in manchen Fällen gar nicht ersichtlich, dass es sich um eine Preiserhöhung handelt. Das komplexe Zahlenspiel der Prämienberechnung macht es dem Verbraucher nicht leicht, den Überblick zu behalten, erklärt Daniel Dodt von TopTarif. Mit Hilfe einiger Hinweise lasse sich die Preiserhöhung dennoch schnell entlarven und die Versicherungsprämie für das kommende Jahr senken.

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Grundbetrag steigt – Autoversicherung wird teurer

Wenn die Prämie für das nächste Jahr steigt, kann das viele Ursachen haben: In vielen Fällen ist die Preiserhöhung beispielsweise auf eine Änderung der Typ- oder Regionalklasse zurückzuführen. Aber auch wenn der Grundbetrag steigt, kann es zu einer Preiserhöhung kommen. Unabhängig vom Grund können Autohalter vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Aber Vorsicht: Wenn der Grundbetrag steigt, aber gleichzeitig eine Änderung der Typ- oder Regionalklasse zu einer Preissenkung führt, ist die Preiserhöhung nicht sofort ersichtlich. Die Gesamtkosten können in diesem Fall gleichbleibend oder sogar niedriger als im Vorjahr sein, obwohl die Preise erhöht wurden.

 

Verdeckte Preiserhöhung entlarven: Auf Vergleichsbetrag achten

Sind die Gesamtkosten niedriger als im Vorjahr, ist also auch Vorsicht geboten. Denn steigt ein Fahrer durch Unfallfreiheit in der Schadenfreiheitsklasse auf, reduziert sich die Versicherungsprämie Jahr um Jahr. Liegt eine „verdeckte“ Preiserhöhung vor, fällt die Ersparnis aber weitaus geringer aus. Letztlich zahlt der Versicherungsnehmer trotz niedrigerer Prämie drauf.

Im Hinblick auf die Kostentransparenz sind Versicherer verpflichtet, bei der Berechnung einen Vergleichsbeitrag anzugeben. Dieser zeigt genau, wie viel durch die höhere Schadenfreiheitsklasse zu zahlen wäre – bei sonst unveränderten Bedingungen. Ist der Vergleichsbeitrag niedriger als der zukünftige Beitrag, hat der Versicherer den Grundbetrag angehoben. Somit liegt eine Preiserhöhung vor und der Vertrag kann gekündigt werden.

 

Preiserhöhung oftmals im Kleingedruckten

Wie und wo der Vergleichsbetrag angegeben wird, ist bei jeder Assekuranz unterschiedlich. So bieten manche Versicherer eine verhältnismäßig transparente Aufstellung in Tabellenform, während bei anderen die Erhöhung des Grundbetrages lediglich im Kleingedruckten und nicht auf der ersten Seite des Schreibens zu finden ist. Wer sicher sein will, keiner versteckten Preiserhöhung zuzustimmen, nimmt am besten die Beitragsberechnung aus dem Vorjahr zur Hand und überprüft die einzelnen Preiskomponenten.

 

Günstige Kfz-Versicherung finden und wechseln

Sind die Versicherungskosten gestiegen, lohnt sich ein Blick auf alternative Angebote am Markt. Denn durch den Wechsel zu einem günstigeren Versicherer lassen sich in vielen Fällen mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Die bisherige Kfz-Versicherung kann dabei regulär noch bis zum 30. November 2011 gekündigt werden. Bei Preiserhöhung, aber auch bei einem Fahrzeugwechsel oder im Schadenfall, gilt zudem das sofortige Sonderkündigungsrecht.

 

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