Kontowechsel wird für Bankkunden einfacher

Kontowechselservice für Banken verpflichtend

Seit Mitte September sollen Banken nach einem neuen Gesetz den Kontowechsel deutlich vereinfachen.

Seit dem 18. September dieses Jahres können sich Bankkunden freuen. Denn ein neues Gesetz sieht vor, dass jede Bank ihren Kunden einen Kontowechselservice anbieten muss. Das heißt, die Bank ist verpflichtet, ihre Kunden beim Wechsel des Kontos aktiv zu unterstützen und übernimmt den zeitaufwändigen Papierkram, um den jeweiligen Transaktionspartnern die neuen Kontodaten des Kunden mitzuteilen. Ein Kontowechsel lohnt sich derzeit: Viele Geldinstitute erheben mittlerweile Gebühren für ihre Girokonten.

 

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Zeit & Aufwand sparen

Mit dem neuen Gesetz sollen Bankkunden nicht nur sehr viel schneller zum neuen Bankkonto kommen, sondern auch mit sehr viel weniger Aufwand. Denn der mitunter lästige Papierkram, allen Zahlungsempfängern schriftlich mitzuteilen, dass man das Konto und die Bank gewechselt hat, entfällt für den Kontoinhaber. Das übernimmt von nun an die Bank. Während sich ein Wechsel zu früheren Zeiten je nach Bank mehrere Wochen hinziehen konnte, muss die Bank das nun innerhalb von maximal zwölf Arbeitstagen erledigen. Bisher scheuten sich viele Verbraucher davor, was sich nun vielleicht ändern wird.

 

Banken haften bei Datenübermittlungsproblemen

Sollten Probleme bei der Datenübermittlung auftreten, sei es, dass Daueraufträge nicht mehr funktionieren oder Lastschriften ins Leere laufen, haften die Banken für diesen Schaden. In einem solchen Fall müssen die Banken eventuelle Mahngebühren ausgleichen und mit den betroffenen Transaktionspartnern gezielt in Kontakt treten. Damit übernehmen die Banken eine hohe Verantwortung und haben mitunter auch mehr Verwaltungsaufwand – obwohl mittlerweile vieles automatisch bzw. elektronisch abgewickelt wird. Die Bankkunden hingegen gewinnen durch das neue Zahlungskontengesetz mehr finanzielle Mobilität. Denn der Wechsel geht schneller und einfacher.

 

Warum kann ein Kontowechsel sinnvoll sein?

Die aktuelle Finanzpolitik und die Vorgaben der EZB zwingen die Banken dazu, die Gebühren für ihre Leistungen zu erhöhen. Das geht zu Lasten des Verbrauchers, da immer mehr Banken von ihren Kunden beispielsweise Kontoführungsgebühren für ihr Girokonto verlangen. Doch es gibt auch noch einige wenige Banken, die kostenlose Girokonten anbieten. Mit Hilfe eines kostenlosen Online-Girokontenvergleichs können Verbraucher schnell herausfinden, welche das sind. Wer eine Bank mit guten Konditionen gefunden hat, dürfte nun wesentlich einfacher wechseln als zuvor. Vor allem unzufriedene Kunden könnten durch die neue Gesetzeslage in Zukunft häufiger wechseln.

 

Ermächtigung des Kunden ist notwendig

Der Wechselservice kann nur von Statten gehen, wenn der Kunde der Bank eine Ermächtigung erteilt – und zwar in schriftlicher Form. Erst dann darf die Bank die neuen Kontoverbindungen weitergeben und hat Zugriff auf die Datenbasis des alten Kontos. Der Kunde kann sogar entscheiden, welche Transaktionspartner die Bank über die veränderten Kontodaten benachrichtigen soll und welche nicht. Generell gilt: Der Kunde entscheidet, wie der Wechsel erfolgen soll. Er darf festlegen, wie viel Guthaben auf das neue Konto überwiesen und welche Daueraufträge „mitgenommen“ werden sollen. Ebenso bestimmt der Bankkunde, zu welchem Zeitpunkt das alte Konto endgültig geschlossen bzw. gekündigt werden soll.

 

Fazit: Verbraucher profitieren vom neuen Gesetz zu den Wechselbestimmungen bei Girokonten, denn sie erhalten dadurch viele Vorteile. Zumal die meisten Banken den Service in der Regel kostenlos anbieten.

 

 

Mit Material von : welt.de, finanztip.de

Bild: © Butch / Fotolia.com

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