Kostenlose Girokonten vom Aussterben bedroht?

Kostenlose Girokonten vom Aussterben bedroht

Sind Kostenlose Girokonten vom Aussterben bedroht? Zumindest bieten nur noch einige Online- und Direktbanken ein komplett kostenfreies Konto an.

Die derzeitige Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) führt dazu, dass die Gewinnmargen der Banken und Sparkassen niedriger werden. Die Verluste versuchen viele Banken auf anderem Wege auszugleichen – indem sie beispielsweise die Kontoführungsgebühren anheben. Für etliche ehemals kostenfreie Girokonten müssen Kunden künftig Gebühren zahlen. Einige Banken haben die Erhöhung bereits vollzogen.

 

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Girokonto – Was heißt eigentlich komplett gebührenfrei?

 

Komplett kostenfreie Girokonten sind zwar derzeit Mangelware, aber es gibt sie noch. Gerade Online- und Direktbanken bieten häufig ihre Kontomodelle kostenfrei an. Dazu gehören neben der kostenfreien Bereitstellung einer Girocard sowie einer Kreditkarte auch, dass der Kontoinhaber kostenlos Überweisungen und Lastschriften tätigen kann.  Außerdem fallen keine monatlichen Gebühren allein für die Nutzung des Kontos an.

 

Was können Verbraucher gegen die steigenden Gebühren tun?

 

Verbraucher sollten bei den Kontoangeboten ihrer Bank ganz genau auf die Details achten. Denn häufig locken Banken ihre Kunden mit geringen Kontoführungsgebühren, schlagen dann aber kräftig wieder bei Serviceleistungen wie einer Überweisung zu. Wer demnach auf die Gebühren bei den Zusatzleistungen achtet und die Angebote miteinander vergleicht, hat gute Chancen ein kostenfreies oder zumindest günstiges Konto zu finden.

 

Konto zu teuer? Dann schnell und einfach wechseln

 

Wem die Kontogebühren seiner Bank zu hoch sind, kann sein Konto unkompliziert und mit wenig Aufwand wechseln. Mit dem neuen Zahlungskontengesetz erhalten Kunden seit dem 18. September diesen Jahres auch Unterstützung beim Wechsel. Die Banken sind nämlich gesetzlich dazu verpflichtet, alle Transaktionspartner über die neuen Kontodaten zu informieren. Zuvor mussten sich Bankkunden darum selbst kümmern, was nicht selten mit viel Zeit und Aufwand verbunden war.

 

Nicht nur die Kosten im Blick haben

 

Die Kosten, die ein Girokonto unter Umständen mit sich bringt, sind für die meisten Verbraucher ein zentrales Thema. Aber sie sollten nicht ausschließlich in Betracht gezogen werden. Denn auch die Serviceangebote und der Zugang zu den Leistungen der Banken sind entscheidend. Was nützen dem Verbraucher kostenlose Angebote, wenn die betreffende Bank keine ausreichende Vernetzung an EC-Automaten anbietet und er deshalb nur schwer kostenlos Bargeld abheben kann? Verbraucher sollten sich im Vorfeld informieren, bei welchen Automaten sie kostenlos Geld abheben können.

 

Die drei größten Automatennetze sind:

 

Cashgroup

Dazu zählen die Commerzbank, Deutschen Bank, HypoVereinsbank, Postbank sowie deren Tochterunternehmen mit ca. 9.000 Automaten

 

Cashpool

Dazu gehören u.a. die Sparda Bank, Santander Bank und die Targobank mit rund 3.000 Automaten.

 

Sparkassen

Hier können Kunden an gut 25.000 Geldautomaten Geld abheben. Gleiches gilt für diejenigen, die bei den Tochtergesellschaften der Sparkasse ein Konto besitzen.

 

Fazit: Es gibt noch kostenlose Angebote

 

Der Vergleich der Kontoangebote hat gezeigt, dass es durchaus noch Banken gibt, die Gratiskonten anbieten. Darunter fallen einige Direktbanken, die keine Filiale besitzen und auch einige regionale und überregionale Banken. Als kleinen Tipp können sich Verbraucher Folgendes merken: Übersteigen die jährlichen Gebühren für das Girokonto 60 Euro, ist ein Kontowechsel sinnvoll. Alles was darunter fällt, ist laut Ansicht der Stiftung Warentest ein moderater Preis für Dienstleistungen wie Beratung, Abwicklung von Buchungen und das Bereitstellen von Geldautomaten.

 

Mit Material von wiwo.de, Stiftung Warentest

Bild: © Alterfalter – Fotolia.com

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