5 kuriose Versicherungen, die man nicht braucht

Kuriose Versicherungen sind häufig nicht notwendig

Eine Versicherung schützt im Schadenfall vor den finanziellen Folgen, aber nicht immer sind diese so hoch, dass sie ein Versicherung rechtfertigen.

Versicherungen sollen Risiken im Alltag abedecken, die einen hohen finanziellen Schaden nachsichziehen können. Manche sind daher gesetzlich vorgeschrieben (Kfz-Haftpflicht), andere wichtig (Privathaftpflicht) und wieder andere etwas kurios und exotisch. Welche Versicherungen zu den letztgenannten gehören und ob sie einen echten Mehrwert bieten, hat TopTarif unter die Lupe genommen.

 

  • Kfz-Versicherungen -
    vergleichen und sparen!
  • Bis zu 850,- Euro sparen
  • Exakte Prämienberechnung
  • Kfz-Versicherungswechsel leicht gemacht!
  • (Anbieter und Verfügbarkeit unterscheiden sich regional)

Soforthilfe bei häuslichen Notfällen

Wer kennt das nicht: Die Tür fällt ins Schloss, der Schlüssel hängt am Schlüsselbrett. Das ist aber nur selten ein finanzieller Ruin. Gegen solche „häusliche Notfälle“ können sich Privatpersonen dennoch versichern. Solche Versicherungen springen zum Beispiel ein, wenn das Rohr verstopft oder die Waschmaschine oder die Heizung streiken. In einem Notfall kann der Versicherer einen Spezialisten herbeirufen und erstattet je Schadenfall bis zu 500 Euro.

Das mag sinnvoll klingen, doch sollten sich Verbraucher die Frage stellen: „Wie oft sind mir diese Missgeschike bereits passiert? Wie oft brauchte ich einen Klempner oder Schlüsseldienst?“ Die Kosten für einen Notdienst sind im Vergleich zum regelmäßig anfallenden Versicherungsbeitrag überschaubar und die genannten Beispiele stellen kein existenzbedrohendes Risiko dar. Schließlich müssen Mieter nicht für Schäden an Mietsachen – wie eine defekte Heizung – aufkommen. Insofern ist der Zusatzschutz nicht zu empfehlen.

 

Tagesschutz für Volksfeste

Ob an Karneval oder auf dem Münchner Oktoberfest – oft geht es dort ausgelassen zu und es herrscht ein erhöhtes Unfallrisiko. Besucher können für die wenigen Tage des Feierns sogenannte Kurzzeit-Policen abschließen. Wer also beflügelt durch den Alkohol auf die Bierbank im Wiesnzelt steigt und sich dabei verletzt, der ist durch die Versicherung geschütz. Im Schadenfall besteht dann Anspruch auf kosmetische Operationen, Zahnbehandlungen und -ersatz sowie Krankentransport. Teilweise sind auch gestohlene Dokumente eingeschlossen. Selbst Unfälle durch Alkoholeinfluss sind versichert. Diese schließen die meisten Gesellschaften normalerweise explizit aus.

Auf den ersten Blick scheint das praktisch zu sein, doch taugt der Schutz bei bleibenden Schäden kaum. Denn häufig sind die Verischerungssummen zu niedrig, um die Kosten der Folgenschäden zu decken. Wer sich sinnvoll absichern möchte, setzt besser auf eine private Unfallversicherung. Diese gilt dauerhaft, bietet in der Regel mehr Leistungen und kosten auf das Jahr gerechnet deutlich weniger als die Kurzzeit-Policen.

 

Stornoschutz bei Hochzeit

Eine Hochzeit kann ohne weiteres mehrere Tausend Euro kosten. Brautkleid, Location und Flitterwochen können das verfügbare Budget schnell sprengen. Wenn die Hochzeit abgesagt werden muss, greift eine sogenannte „Hochzeitsversicherung“. Das ist eine spezielle Rücktrittsversicherung, die für den finanziellen Verlust durch geleistete Anzahlungen, Stornokosten und Honorare aufkommt. Die Versicherung springt allerdings nur ein, wenn Braut, Bräutigam oder wichtige Angehörige wie etwa die Eltern oder Trauzeugen ernsthaft erkranken oder ein beauftragter Dienstleister für die Feier insolvent geht.

Da die Wahrscheinlichkeit eher gering ist, dass Paare ihre Hochzeitsfeier absagen, ist diese Versicherung nicht empfehlenswert. Zudem sollten Heiratende einen genauen Blick in die Versicherungsbedingungen werfen: Einfache Krankheit oder eine unerwartete Trennung rechtfertigen die Hochzeitsabsage nicht. Zudem orientiert sich die Versicherungsprämie meist an der Höhe der Arrangementkosten und kann – je teurer eine Hochzeit ist – ein paar Hundert Euro betragen. Wenn einer der Partner doch noch kalte Füße bekommt, greift die Versicherung übrigens nicht.

 

Schutz gegen den Glückstreffer

Das ist der Traum eines jeden Golfspielers: Der Ball fliegt beim Abschlag direkt ins Loch. Doch das sogenannte „Hole-In-One“ ist auch Glück im Unglück. Denn es gehört zur guten Manier, dass der Spieler im Anschluss alle Turnier-Teilnehmer im Golfclub auf ein Getränk einlädt. Das kann ein teures Vergnügen werden, wenn Champagnerkorken knallen und die besten Weinjahrgänge geöffnet werden. Abhilfe schafft die Hole-In-One-Versicherung. Diese übernimmt bei einem Ass die Kosten für die Saalrunde bis zu einer bestimmten Höhe. Der Schutz ist bei einigen Golf-Versicherungen bereits als Baustein enthalten.

Laut dem Deutschen Golfverband liegt die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Glückstreffer bei Amateuren allerdings bei 1:10.150 – es ist also wahrscheinlicher, beim Wurf einer Münze fünfmal hintereinander die Kombination Zahl oder Kopf zu treffen, als ein Hole-In-One zu schlagen.

 

Unfallschutz bei Monsterjagd

Die Spiele-App „Pokémon Go“ löste einen neuen Hype aus: Weltweit sind Millionen Menschen auf der Suche nach virtuellen Monstern. Teilweise sind die Spieler davon so abgelenkt, dass es zu Unfällen und Verletzungen kommt. Das Risiko deckt die „Trainer-Unfallversicherung“ ab. Die Police versichert Schäden, die durch unachtsames Verhalten während des Spiels verursacht werden. Kostenpunkt: 35 Euro im Jahr.

Die Spezialversicherung ist meist nicht notwendig. Wer eine Haftpflicht- und eine private Unfallversicherung, oder besser noch Berufsunfähigkeitsversicherung besitzt, ist bereits bestmöglich gegen die allgemeinen Gefahren geschützt – auch beim Handyspielen.

 

 

Bild: © ArTo – Fotolia.com

keine weiteren Kommentare mglich.