Lebensversicherung: Munich Re-Chef bezweifelt Gewinnpotential

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re zweifelt am Gewinnpotenzial des
Lebensversicherungsgeschäfts. Ökonomisch betrachtet sei dieses Segment nicht sehr ertragreich, sagte Konzernchef Nikolaus von Bomhard der “Financial Times Deutschland”. Das Modell der Lebensversicherung basiert auf langfristigen Garantiezinsen für Kunden. Angesichts niedriger Kapitalmarktzinsen ist es für Versicherungen schwieriger geworden, diese Zinsen zu erwirtschaften.

Für das Geschäftsfeld Rückversicherung zeigte sich von Bomhard optimistisch: “Erstens läuft unser Geschäft gut, und zweitens gehen uns die Ideen nicht aus.” Zugleich suche das Unternehmen nach Nischen wie die Versicherung von Fotovoltaik-Anlagen. Regional boome das Geschäft in Asien, Osteuropa und Lateinamerika.

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Auch die Lebensversicherungssparte des Konkurrenten Allianz schaut sich angesichts der niedrigen Zinsen und eines schwankenden Aktienmarkts nach alternativen Investitionsprojekten um. “Wir suchen Anlagen mit stabilen Cashflows, wie beispielsweise bei Windenergie”, sagte Konzernspartenchef Maximilian Zimmerer der “Börsen-Zeitung”. Daneben will die Allianz der Zeitung
zufolge wieder verstärkt auf Immobilien und Unternehmensanleihen setzen. (dpa/mb)

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