Lohnt sich eine Insassenunfallversicherung?

Insassenunfallversicherung sinnvoll

Der Abschluss einer Insassenunfallversicherung lohnt sich nicht, so der BdV. Den passenden Versicherungsschutz liefert eine private Unfallversicherung.

Für Autofahrer, die häufig Beifahrer in ihrem Auto haben, liegt der Gedanke an den Abschluss einer Insassenunfallversicherung nahe. Der Bund der Versicherten (BdV) weist jedoch darauf hin, dass die Insassenunfall-Police im Grunde genommen überflüssig ist, da eventuelle Schäden an Mitfahrern im eigenen Wagen bereits durch andere Versicherungen gedeckt sind.

 

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Insassenunfallversicherung dank Kfz-Haftpflicht unnötig

Wer einen Autounfall verursacht, bei dem die eigenen Mitfahrer zu Schaden kommen, dessen Kfz-Haftpflichtversicherung übernimmt die Schadenregulierung für die Insassen. Hat hingegen ein Unfallgegner den Verkehrsunfall verursacht, werden der andere Autofahrer und seine Insassen von dessen Kfz-Haftpflichtversicherung entschädigt. Eine Insassenunfallversicherung ist in beiden Fällen also nicht nötig. Denn sogar in den Fällen, dass der Unfallgegner Rückstände bei seinen Versicherungsprämien aufweist oder sein Kfz-Versicherer zahlungsunfähig geworden, was formal den Ausfall des Versicherungsschutzes bedeutet, erhalten der geschädigte andere Autofahrer und seine geschädigten Beifahrer Schadenersatz: Dann greift ein seit 1966 bestehender Fonds aller Haftpflichtversicherer.

 

Finanzielle Entschädigung auch ohne Insassenhaftpflichtversicherung

Im Fall von geschädigten Beifahrern springt zudem deren Berufsunfähigkeits-, Kranken oder Unfallversicherung ein, sofern sie eine solche Police abgeschlossen haben. Folgt einem Verkehrsunfall ein Krankheitsfall, leistet zudem der Arbeitsgeber wie üblich die Lohnfortzahlung. Dass der Abschluss einer Insassenunfallversicherung nur in den seltensten Fällen lohnenswert ist, zeigt auch die Schadenquote, die bei gerade mal 20 Prozent liegt. Das heißt, dass die Anbieter von Insassenunfallversicherungen 80 Prozent der Beitragseinnahmen aus eben dieser Police direkt als Gewinn verbuchen können. Schaut man sich die von der „Auto Motor und Sport“ genannte Summe von über 100 Millionen Euro an, die deutsche Autofahrer jährlich für die Insassenunfallversicherung zahlen, kommt für die Versicherungsgesellschaften ein enormer Betrag zusammen.

 

Private Unfallversicherung als Alternative zur Insassenunfallversicherung

Nicht nur für Autofahrer ratsam, sondern allgemein für alle Personen, ist der Abschluss einer privaten Unfallversicherung. Dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass der Vertrag keine Beitragsrückgewähr enthält. Bei der Beitragsrückgewähr handelt es sich um ein Sparelement mit geringer Rendite, die Beitragserhöhungen nach sich zieht, sodass Verbrauchern davon abzuraten ist. Anstatt als Autofahrer eine Insassenunfallversicherung abzuschließen, ist es vorteilhafter, wenn die Mitfahrer über den Schutz einer eigenen privaten Unfallversicherung verfügen. Diese Police gilt nämlich immer und überall und nicht nur dann, wenn der privat Unfallversicherte als Insasse in einem Auto mitfährt, sodass damit nicht nur Autofahrten, sondern viele weitere Situationen, bei denen es zu Unfallschäden kommen kann, abgedeckt sind.

 

Private Unfallversicherung schließt Versicherungslücke

Die private Unfallversicherung empfiehlt sich auch deshalb, weil damit eine kleine Lücke im Versicherungsschutz für Autofahrer und Insassen geschlossen wird: Nach Angaben der „Auto Motor und Sport“ müssem Mitfahrer für eventuellen Kosten sonst selber aufkommen, wenn ein nicht privathaftpflichtversicherter Fußgänger oder Radfahrer einen Unfall verschuldet. Und der Besitzer einer Kfz-Haftpflichtversicherung selber kann keine Forderungen gegen seine eigene Police erheben.

 

Mit Material von t-online.de

Bild © vbphoto – Fotolia.com

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