
LTE ermöglicht schnelles Internet auf den Dörfern
Die Mobilfunkanbieter treiben den Ausbau der LTE-Netzversorgung weiter voran. Durch die Versorgung der sogenannten „weißen Flecken“ soll die Internetanbindung deutschlandweit geschlossen werden und auch abgelegenen Ortschaften und Gemeinden den Zugang zum World Wide Web ermöglichen. LTE – Long Term Evolution – ist die neue und vierte Mobilfunkgeneration (4G). Vorerst soll der Zugang zum UMTS-Nachfolger per USB-Stick oder Router erfolgen. Für Handys ist die schnelle Datenverbindung mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde jedoch noch nicht verfügbar. Die ersten LTE-fähigen Handys werden erst Ende des Jahres erwartet.
Verbesserung der LTE-Sticks erwartet
Die derzeit erhältlichen LTE-Sticks bedürfen jedoch noch einiger Verbesserungen: Der alternative Zugang zum Internet mittels der Vorgängergenerationen UMTS oder GMS ist nicht möglich. Außerdem erfolgt die Datenübertragung im 800-Megahertz-Band – dem ehemaligen Frequenzbereich von analogen Fernsehsignalen. Experten raten daher zum späteren Kauf der USB-Sticks. Schließlich kann die Übertragung via Multiband auch mobil von Vorteil sein: Beispielsweise in Zügen soll die Internetanbindung dann ohne Unterbrechung möglich sein, auch bei Höchstgeschwindigkeiten. LTE-Sticks, die auch die Internetverbindung via UMTS oder GMS unterstützen, sollen ab August erhältlich sein.
Bundesnetzagentur überwacht LTE-Ausbau
Die tatsächliche Geschwindigkeit der schnellen LTE-Internetanbindung ist abhängig von der Nähe zum Sendemast sowie von der Anzahl der Teilnehmer innerhalb einer Funkzelle. Die Verfügbarkeit können interessierte Nutzer auf den Internetseiten der Netzbetreiber überprüfen. Um die tatsächliche Geschwindigkeit zu testen, gewähren beispielsweise O2 und Vodafone ihren Kunden ein einmonatiges Rückgaberecht bei Vertragsabschluss. Die Bundesnetzagentur überwacht den Ausbau der LTE-Technologie und gibt Acht, dass zuerst die „weißen Flecken“ versorgt werden.
Mit Material von dpa
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