McKinsey: Krankenkassen-Zusatzbeiträge drohen ab 2014

Zusatzbeiträge

Ab 2014 drohen den Versicherten wieder Zusatzbeiträge – zumindest nach den Berechnungen der Unter-nehmensberatung McKinsey.

Derzeit schwimmen die gesetzlichen Krankenversicherungen im Geld: Die Finanzreserve beträgt satte 8,6 Milliarden Euro. Aber das wird nicht mehr lange so bleiben. Nach Berechnungen der Unternehmensberatung McKinsey, die Spiegel Online vorliegen, müssen die Versicherten ab 2014 wieder mit hohen Krankenkassen-Zusatzbeiträgen rechnen, da den Kassen Defizite von mehr als neun Milliarden Euro drohen, sollte die gesetzlich vorgeschriebene Liquiditätsreserve unangetastet bleiben. Bereits im kommenden Jahr dürfte der Überschuss im Gesundheitsfonds um 50 Prozent schrumpfen. Für die Versicherten bedeutet dies, dass Krankenkassen-Zusatzbeiträge von durchschnittlich 15,50 Euro im Monat auf sie zukommen.

 

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Höhere Ausgaben – Krankenkassen-Zusatzbeiträge steigen

Verantwortlich für das drohende Finanzdesaster sind vor allem die steigenden Ausgaben bei den Kassen. Diese können nicht mit den weniger stark wachsenden Einnahmen ausgeglichen werden. So werden die Ausgaben für Medikamente, Krankenhausrechnungen und Arzthonorare nach McKinsey-Berechnungen um durchschnittlich 3,9 Prozent zulegen. Dem gegenüber steht jedoch ein Einnahmenzuwachs von lediglich 1,4 Prozent.

 

IfW rechnet mit höheren Einnahmen

Im Gegensatz zu den McKinsey-Beratern geht das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel von anderen Prognosen aus. So wird für 2012 ein Plus im Gesundheitsfonds von 5,7 Milliarden Euro erwartet. Auch im darauffolgenden Jahr wird mit einem Einnahmenüberschuss von 1,8 Millionen Euro gerechnet. Zum Vergleich: McKinsey erwartet 2012 ein Einnahmeplus von lediglich 0,2 Milliarden Euro und 2013 bereits ein Minus von 4,5 Milliarden. Damit würde sich die derzeitige Reserve auf etwa vier Milliarden Euro halbieren. Mit dem 2014 folgenden Verlust von 9,6 Milliarden Euro wäre das derzeit bestehende Finanzpolster nicht nur aufgebraucht, sondern sogar in ein Milliardendefizit verkehrt. Die unterschiedlichen Ergebnisse der beiden Institute sind vor allem auf die pessimistischere Annahme über die Konjunkturentwicklung zurückzuführen, die McKinsey seinen Berechnungen zugrunde legt.

 

Mit Material von Spiegel Online

Bild© N-Media-Images – Fotolia.com

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