Mit dem Fremdwährungskonto vom starken Euro profitieren

Fremdwährungskonto als Geldanlage – Spekulieren auf Währungskursgewinne

Mit einem Fremdwährungskonto können Anleger auf Währungskursgewinne spekulieren.

Seit Anfang des Jahres ist der Wert des Euro im Vergleich zum US-Dollar um rund 13 Prozent gestiegen. Mit einem Fremdwährungskonto können sich Anleger die Stärke des Euro zunutze machen. Zahlreiche deutsche Banken bieten solche Fremdwährungskonten an. Bei Tages- und Festgeldkonten in Fremdwährungen winken außerdem oft attraktive Zinsen.

Doch die Geldanlage in Devisen birgt Risiken. Entwickeln sich die Wechselkurse zur Fremdwährung anders als erwartet, drohen Verluste. Deshalb eigenen sich solche Investments nicht für jeden Anlegertyp. Keinesfalls darf man sie gleichsetzen mit Tages- oder Festgeldkonten, die in Euro geführt werden.

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Berechnungskriterien
  • Berechnungskriterien: Festgeld

  • (min. 500,- Euro - Anlagebetrag hat Einfluss auf Höhe der Zinsen)

  • (Anlagedauer hat Einfluss auf Höhe der Zinsen)

 

So funktioniert ein Fremdwährungskonto

Anleger, die in eine Fremdwährung wie US-Dollar investieren wollen, können bei zahlreichen deutschen Banken ein Fremdwährungskonto eröffnen. Solche Konten werden zwar in der fremden Währung geführt. Trotzdem sind die Guthaben durch die deutsche Einlagensicherung geschützt.

 

Fremdwährungskonten sind eine spekulative Geldanlage

Privatanleger nutzen Devisenkonten meist zur Spekulation auf Währungskursgewinne. Sie versuchen die fremde Währung bei einem möglichst hohen Eurokurs einzukaufen und verkaufen die Devisen wieder, wenn der Euro schwächer steht. So erhalten sie einen höheren Euro-Betrag zurück als sie eingesetzt haben.

Doch diese Anlagestrategie birgt Risiken. Am 23. November 2016 – bei einem Eurokurs von 1,06 US-Dollar – prognostizierte der Chef-Anlagestratege einer großen Bank, dass der Euro 2017 auf 0,95 Dollar fallen würde. Wer damals 20.000 Euro investiert hat, erhielt dafür 21.105 Dollar. Bei der prognostizierten Kursentwicklung hätte er dafür 22.216 Euro zurückerhalten – ein satter Gewinn von 11,1 Prozent.

Tatsächlich liegt der Euro aber aktuell bei 1,19 Dollar (Stand: 01.09.2017). Müssten Anleger jetzt zurücktauschen, weil sie das Geld benötigen, würden sie 2.265 Euro (11,3 Prozent) Verlust machen. Dieses Beispiel zeigt, dass selbst Experten die künftige Kursentwicklung nicht zuverlässig vorhersagen können.

 

Den richtigen Zeitpunkt für An- und Verkauf abpassen

Auch nach der Kurs-Rally der letzten Monate ist keinesfalls ausgemacht, dass der Euro nicht noch weiter steigt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete im Laufe ihrer Geschichte bereits mehrfach über 1,40 Dollar – am 15. Juli 2008 lag der Kurs gar bei 1,60 Dollar.

Anleger sollten für ihr Investment in einer Fremdwährung deshalb kein Geld verwenden, das sie womöglich kurzfristig oder zu einem festen Zeitpunkt brauchen. Sonst sind sie bei einem ungünstigen Umtauschkurs gezwungen, Verluste zu realisieren.

Wer aber einen langen Atem hat und sein Geld bei Bedarf auch für einen längeren Zeitraum auf dem Fremdwährungskonto liegen lassen kann, für den kann sich diese Anlageform durchaus auszahlen – zumal Guthaben auf Fremdwährungskonten häufig besser verzinst werden als Einlagen auf Konten, die in Euro geführt werden. Die Strategie heißt dann: Der Anleger wartet, bis der Wechselkurs günstig für ihn steht, und er vertraut, dass dieser Zeitpunkt sicher einmal kommen wird.

 

Mit Material von: db.com

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