Mit einer Umschuldung Hunderte Euro sparen

Mit einer Umschuldung können Kreditnehmer oft viel Geld sparen.

Mit einer Umschuldung können Kreditnehmer oft viel Geld sparen.

Wer einen alten Ratenkredit umschuldet, kann dadurch oft viel Geld sparen. Das anhaltende Zinstief spielt Kreditnehmern in die Karten. In vielen Fällen sparen sie mit einer Umschuldung auf einen neuen zinsgünstigen Kredit viel mehr, als sie für die vorzeitige Ablösung des alten Darlehens an Entschädigung bezahlen müssen.

Wir erklären, welche Rechte Kreditnehmer bei der Umschuldung haben, wie Verbraucher Kosten und Sparpotenzial der Umschuldung ganz einfach selbst ausrechnen können und worauf sie beim Abschluss des neuen Darlehens achten sollten.

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Berechnungskriterien
  • Berechnungskriterien: Festgeld

  • (min. 500,- Euro - Anlagebetrag hat Einfluss auf Höhe der Zinsen)

  • (Anlagedauer hat Einfluss auf Höhe der Zinsen)

 

Umschuldung bei Ratenkrediten jederzeit möglich

Alle Ratenkredite, die nach dem 11. Juni 2010 abgeschlossen wurden, dürfen jederzeit ganz oder teilweise zurückbezahlt werden. Der Gesetzgeber gibt Kreditnehmern für die Umschuldung beinahe völlig freie Hand. Sie sind bei der Tilgung des Altkredits nicht an Fristen gebunden. In vielen Fällen darf die Bank allerdings eine Ausgleichszahlung für die entgangenen Zinseinnahmen verlangen.

Die Höhe dieser sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung ist gesetzlich gedeckelt. Bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr darf die Bank höchstens 0,5 Prozent der noch verbliebenen Schulden als Entschädigung verlangen. Bei längeren Restlaufzeiten ist die Entschädigung auf höchstens 1 Prozent gedeckelt.

In jedem Fall sollten Kreditnehmer vor der Umschuldung einen Blick in den Darlehensvertrag werfen. Sieht er kostenlose Sondertilgungen in unbegrenzter Höhe vor, wird gar keine Entschädigung für die vorzeitige Ablösung fällig.

 

Zinstief macht die Umschuldung interessant

Dass sich eine Umschuldung trotz Vorfälligkeitsentschädigung lohnen kann, liegt an den anhaltend niedrigen Zinsen. Laut Bundesbankstatistik mussten Kreditnehmer für ein Darlehen von 25.000 Euro mit 7-jähriger Laufzeit im April 2014 noch durchschnittlich 7,8 Prozent Zinsen zahlen. Die monatliche Ratenzahlung für dieses Darlehen beläuft sich auf 384 Euro. Heute – genau vier Jahre später – beträgt die Restschuld noch 12.335 Euro und die Restlaufzeit 3 Jahre.

Für die Umschuldung brauchen Kreditnehmer höchsten 12.458 Euro (Restschuld + maximale Vorfälligkeitsentschädigung). Ein kurzer Kreditvergleich zeigt: Bei den günstigsten Banken gibt es ein solches Darlehen mit 3-jähriger Laufzeit heute für einen effektiven Zwei-Drittel-Zins von 2,94 Prozent. Das bedeutet, dass zwei Drittel aller Kunden diesen oder einen günstigeren Zinssatz erhalten. Bei diesen Konditionen reduziert sich die Monatsrate auf 362 Euro. Bis zur vollständigen Tilgung sparen Kreditnehmer durch die Umschuldung stolze 792 Euro Zinsen.

 

Beim neuen Kredit auf den Verwendungszweck achten

Bei der Kreditanfrage sollten Kreditnehmer unbedingt den Verwendungszweck „Umschuldung & Ablösung“ auswählen. Ohne diese Angabe sieht es für die angefragten Banken so aus, als solle zusätzlich zu den bestehenden Kreditverpflichtungen noch ein weiteres Darlehen aufgenommen werden.

Wenn die Banken wissen, dass mit dem neuen Kredit ein bestehender abgelöst wird, können sie dies bei der Bonitätsprüfung über die Schufa berücksichtigen. Dadurch verbessert sich die Kreditwürdigkeit des Antragstellers und die Banken bieten einen günstigeren Zinssatz an.

 

Mit Material von: bundesbank.de

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