Neue Studie – Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien im Vergleich

Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien

Eine Studie zu Stromgestehungskosten wurde veröffentlicht. Erneuerbare Energien sind günstiger als gedacht.

Strom aus erneuerbaren Energien ist teuer, lautet eine oft gehörte Weisheit. Viele wissen allerdings nicht, welche Faktoren die Produktionskosten von Strom aus erneuerbaren Energien beeinflussen. Zum besseren Verständnis hat das Freiburger Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) jetzt die Studie „Stromgestehungskosten von erneuerbaren Energien“ veröffentlicht. Stromgestehungskosten sind die Kosten, die bei der Umwandlung von Energieformen in elektrischen Strom anfallen. In der Studie des ISE werden die Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien aus Photovoltaik, Sonnenwärmekraftwerken und Windkraftanlagen untersucht.

 

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Besonderheiten der Studie

Das Besondere an der Studie ist die Berücksichtigung von individuellen Finanzierungs- und regionenspezifischen Kosten, sodass ein Vergleich von Standorten und speziellen Risiken der Energiegewinnungsanlagen möglich wird. Denn gerade diese Kosten beeinflussen die Stromgestehungskosten und machen sich schließlich im Endkundenstrompreis bemerkbar. In den Ergebnissen der ISE-Studie wird deutlich herausgestellt, dass die Höhe der Stromgestehungskosten vor allem von wirtschaftlichen Faktoren und den natürlichen Standortbedingungen jeder Anlage abhängt. Weiterhin wird festgehalten, dass die Stromgestehungskosten von erneuerbaren Energien seit Jahrzehnten kontinuierlich sinken, was sich auf die Entwicklung neuer Technologien und passender Materialien zurückführen lässt.

 

Vergleich der Stromgestehungskosten

Konkrete Ergebnisse der Studie belegen, dass die Stromgestehungskosten aus Photovoltaik auch in weniger sonnigen Regionen unter dem Endkundenstrompreis liegen. So belaufen sie sich bei Kleinanlagen auf 14 bis 20 Cent/kWh und auf 13 bis 14 Cent/kWh bei Freiflächenanlagen im südlichen Deutschland. Genauso können Windkraftanlagen in Bezug auf die Stromgestehungskosten inzwischen mit konventionellen Kraftwerken mithalten: 6 bis 8 Cent/kWh betragen die Kosten und befinden sich somit auf demselben Niveau wie die von Braunkohle-, Steinkohle- und Kernkraftwerken. Die Stromgestehungskosten von Offshore-Windkraftanlagen übersteigen dabei die von Onshore-Anlagen, da Offshore-Installationen sowie ihre Betriebs- und Finanzierungskosten deutlich höher liegen, und somit auch nicht mit Photovoltaikanlagen mithalten können. Solarthermische Kraftwerke weisen mit einem Wert von 18 bis 24 Cent/kWh noch immer die höchsten Stromgestehungskosten unter den Ökoenergie-Technologien auf.

 

Mit Material von Fraunhofer ISE

Bild © Thaut Images – Fotolia.com

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